Berührendes Buch über einen Sommer zwischen Abschied, Freundschaft und Neuanfang
Ich lese immer wieder gerne Coming-Of-Age-Geschichten, obwohl ich vom Alter her nicht mehr ganz zur Zielgruppe gehöre. Aber ich liebe es, mich an die eigene Jugend und Schulzeit zu erinnern. Zuletzt habe ich "Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens" von Daisy Garrison gelesen.
Wer bei diesem Buch eine leichte Sommerromanze mit einem einfachen Friends-To-Lovers-Trope erwartet, könnte enttäuscht werden. Denn es geht viel mehr um Freundschaft, Erinnerungen, Unsicherheiten, Zukunftsängste und schwierige Ereignisse in der Vergangenheit als nur um die Liebe zweier junger Menschen.
Besonders die Rückblicke in Minas und Caplans Kindheit, die ihre Freundschaft so stark gemacht hat, tragen dazu bei, dass die Hauptfiguren eine schöne Tiefe erlangen und man gut nachfühlen kann, wie es ihnen in den letzten Wochen vor dem Abschluss geht. So entsteht oft eine melancholische Stimmung, denn manchmal wünschen sich die Figuren, dass alles so bleibt, wie es ist. Doch manchmal könnte der Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt nicht schnell genug kommen.
Ja, auch die Liebesgeschichte, mit ein bisschen Drama und verirrten Wegen, ist schön aufgebaut. Gleichzeitig schafft es Daisy Garrison aber, ernste Themen in diese Geschichte einzubauen. So geht es auch immer wieder um Mobbing und andere schreckliche Ereignisse, die bei Mina noch immer Panikattacken auslösen.
Dabei spielt die Autorin mit Stereotypen und gibt den Figuren doch immer wieder eine gewisse Einzigartigkeit. Selbst die Nebenfiguren wie die mobbende Zicke erhalten so eine Hintergrundgeschichte und werden greifbarer, bleiben im Gedächtnis und entwickeln sich.
Besonders gerne mochte ich aber vor allem Mina selbst, die introvertiert ist, ein bisschen verkopft, sehr intelligent und gleichzeitig unsicher, welchen Weg sie nach der Schule einschlagen möchte. Mina macht eine starke Wandlung durch, die manchen vielleicht unrealistisch erscheinen mag. Ich konnte ihre Entwicklung jedoch sehr stark nachempfinden, da ihr Wunsch, auszubrechen und etwas Neues zu probieren, vermutlich in vielen introvertierten Menschen schlummert.
Dadurch, dass die Geschichte wechselnd aus Minas und Caplans Perspektive erzählt wird, erfährt man auch über Caplans Sicht der Geschehnisse sehr viel, was mir gut gefallen hat. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, gerade wenn es um die Dialoge geht, die ohne große Beschreibungen des Drumherum funktionieren. Dadurch kommt man schnell im Buch voran, und es entsteht ein sehr guter Lesefluss.
Mich hat das Buch tatsächlich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und berührt. Jüngeren Leser*innen würde ich jedoch unbedingt empfehlen, die Triggerwarnung zu lesen, denn die angesprochenen Themen sind nicht unbedingt für alle 14-Jährigen geeignet. Es ist mit Sicherheit kein locker-leichter Sommerroman, den man hier zu lesen bekommt. Trotzdem gibt es fröhliche Szenen, schöne Sommermomente und eine Stimmung des Aufbruchs und der Melancholie, die die letzten Wochen eines Abschlussjahrgangs gut beschreiben - perfekt also für alle, die bald selbst diese Zeit erleben werden oder sich daran erinnern wollen.
Wer bei diesem Buch eine leichte Sommerromanze mit einem einfachen Friends-To-Lovers-Trope erwartet, könnte enttäuscht werden. Denn es geht viel mehr um Freundschaft, Erinnerungen, Unsicherheiten, Zukunftsängste und schwierige Ereignisse in der Vergangenheit als nur um die Liebe zweier junger Menschen.
Besonders die Rückblicke in Minas und Caplans Kindheit, die ihre Freundschaft so stark gemacht hat, tragen dazu bei, dass die Hauptfiguren eine schöne Tiefe erlangen und man gut nachfühlen kann, wie es ihnen in den letzten Wochen vor dem Abschluss geht. So entsteht oft eine melancholische Stimmung, denn manchmal wünschen sich die Figuren, dass alles so bleibt, wie es ist. Doch manchmal könnte der Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt nicht schnell genug kommen.
Ja, auch die Liebesgeschichte, mit ein bisschen Drama und verirrten Wegen, ist schön aufgebaut. Gleichzeitig schafft es Daisy Garrison aber, ernste Themen in diese Geschichte einzubauen. So geht es auch immer wieder um Mobbing und andere schreckliche Ereignisse, die bei Mina noch immer Panikattacken auslösen.
Dabei spielt die Autorin mit Stereotypen und gibt den Figuren doch immer wieder eine gewisse Einzigartigkeit. Selbst die Nebenfiguren wie die mobbende Zicke erhalten so eine Hintergrundgeschichte und werden greifbarer, bleiben im Gedächtnis und entwickeln sich.
Besonders gerne mochte ich aber vor allem Mina selbst, die introvertiert ist, ein bisschen verkopft, sehr intelligent und gleichzeitig unsicher, welchen Weg sie nach der Schule einschlagen möchte. Mina macht eine starke Wandlung durch, die manchen vielleicht unrealistisch erscheinen mag. Ich konnte ihre Entwicklung jedoch sehr stark nachempfinden, da ihr Wunsch, auszubrechen und etwas Neues zu probieren, vermutlich in vielen introvertierten Menschen schlummert.
Dadurch, dass die Geschichte wechselnd aus Minas und Caplans Perspektive erzählt wird, erfährt man auch über Caplans Sicht der Geschehnisse sehr viel, was mir gut gefallen hat. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, gerade wenn es um die Dialoge geht, die ohne große Beschreibungen des Drumherum funktionieren. Dadurch kommt man schnell im Buch voran, und es entsteht ein sehr guter Lesefluss.
Mich hat das Buch tatsächlich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und berührt. Jüngeren Leser*innen würde ich jedoch unbedingt empfehlen, die Triggerwarnung zu lesen, denn die angesprochenen Themen sind nicht unbedingt für alle 14-Jährigen geeignet. Es ist mit Sicherheit kein locker-leichter Sommerroman, den man hier zu lesen bekommt. Trotzdem gibt es fröhliche Szenen, schöne Sommermomente und eine Stimmung des Aufbruchs und der Melancholie, die die letzten Wochen eines Abschlussjahrgangs gut beschreiben - perfekt also für alle, die bald selbst diese Zeit erleben werden oder sich daran erinnern wollen.