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leavyaxx Avatar

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„Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens“ ist ein Coming-of-Age-Roman, der besonders von seiner Atmosphäre lebt.
Der letzte Sommer vor dem Erwachsenwerden beschäftigt sich mit Abschieden, Unsicherheiten und der Angst vor Veränderungen, das macht die Geschichte besonders für junge LeserIinnen greifbar.
Die Figuren Mina und Caplan, die seit Jahren beste Freunde sind machen einige Veränderungen durch. Die Verbindung zwischen den beiden wirkt von Anfang an vertraut und echt. Vor allem die kleinen Momente zwischen ihnen, die Gespräche, gemeinsame Erinnerungen oder diese Selbstverständlichkeit im Umgang miteinander haben mir gut gefallen.
Mina ist ruhig und fühlt sich oft wie eine Außenseiterin. Gleichzeitig beschäftigt sich das Buch auch mit Themen wie Zukunftsängsten, Selbstfindung und der Frage, wer man eigentlich sein möchte, wenn die Schulzeit vorbei ist. Gerade dieses Lebensgefühl zwischen Aufbruch und Überforderung wurde gut eingefangen.
Allerdings hatte die Geschichte für mich auch einige Schwächen. Vor allem Minas plötzliche Entwicklung wirkte stellenweise etwas unrealistisch. Dass sie nach kurzer Zeit plötzlich Anschluss findet und sich ihr gesamtes Umfeld so stark verändert, ging mir persönlich zu schnell. Hier hätte ich mir mehr Zeit für die Entwicklung der Figuren gewünscht, damit manche Veränderungen glaubwürdiger wirken. Auch einige Dialoge haben sich teilweise etwas wiederholt oder wirkten nicht ganz natürlich.
Trotzdem lässt sich das Buch leicht lesen. Der Schreibstil ist flüssig. Besonders das Setting und die Mischung aus Leichtigkeit und Wehmut machen den Roman zu einer angenehmen Lektüre.