Ein Buch über das Erwachsenwerden und die Realität…

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christinhahn1987 Avatar

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Dieser Titel stand seit dem Erscheinungstermin vor ein paar Monaten ganz weit oben auf meiner Wunschliste. Und kürzlich durfte es dann auch endlich bei mir einziehen und ich habe diese traurige und irgendwie dennoch heilende Geschichte innerhalb von einem Abend ausgelesen.

In der Geschichte selbst stehen Mina und Caplan im Mittelpunkt, die im Grunde noch einmal einen letzten Sommer miteinander verbringen, wie es der Titel bereits verrät. Denn gerade zu dieser Zeit, wächst man noch an seinen Aufgaben, Neues kommt hinzu und gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass diese Zeit doch irgendwie auch die beste des Lebens ist. Und genau diesen Prozess fängt die Autorin in diesem Buch authentisch und greifbar an.

Zwischen Liebe und ersten Gefühlen bis hin zu Freundschaften, die neu entstehen oder aber auch zerbrechen, weil man feststellt, dass man doch sehr unterschiedlich ist, fand ich die Handlung sehr feinfühlig erzählt. Denn die Angst vor dem Neuen und gleichzeitig das Festhalten an alten Strukturen, während man Erwachsen wird, gehört einfach zum Leben dazu. Viele Momente sind mir auch vollkommen im Kopf hängen geblieben und ich musste wirklich noch lange darüber nachdenken.

Besonders schön fand ich dabei aber das sehr enge Band zwischen Mina und Caplan. Sie sind schon lange unheimlich gut befreundet und man spürt ebenfalls direkt, wie viel sie einander bedeuten. Mina ist dabei für mich zurückhaltend und dennoch authentisch gewesen. Und auch Caplan fand ich einen wirklich sehr interessanten Protagonisten. Und sie verbindet eben auch so viel, auch wenn ich zwischenzeitlich das Gefühl hatte, dass sie über bestimmte Punkte auch einfach nicht geredet haben und sich dies dann erst im Verlauf der Geschichte zeigt. Dennoch hat mir persönlich die Handlung gut gefallen und konnte mich überzeugen.

Der Schreibstil von Daisy Garrison war dabei authentisch, greifbar und ehrlich. Ich glaube, ich habe selten ein Buch gelesen, das einen so perfekten Ton getroffen hat. Da ich selbst zur Generation gehöre, habe ich mich auch viel zu häufig in all den Struggles, Problemen und Widerständen selbst wiedererkannt und konnte deshalb vielleicht auch so gut mit den Charakteren mitfühlen.

Die Gestaltung hat mich ebenfalls sofort ansprechen können. Denn ich mag die Kulisse und den transportierten Vibe einfach total gerne. Die gezeichneten Charaktere passen so gut zu Mina und Caplan, dass ich einfach sagen muss, dass ich wahnsinnig begeistert von dem Cover und dem hübschen Farbschnitt bin.

Ich bin mir schon jetzt sicher, dass ich “Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens” nicht mehr so schnell vergessen werde. Das Buch hat mir einfach wahnsinnig wichtige Impulse geliefert, weshalb ich den Titel nur empfehlen kann. Auch dann, wenn man eigentlich schon etwas älter ist. Denn ich bin mir sicher, dass die Geschichte jeden vollkommen einnehmen wird.