Erinnerungen schaffen

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listma Avatar

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„Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens“ hat mich wirklich überrascht, weil es nicht nur eine typische Jugendliebesgeschichte ist, sondern viel tiefer geht. Mina und Caplan begleiten einen durch diesen letzten Sommer vor dem Erwachsenwerden und ich habe beim Lesen oft das Gefühl gehabt, selbst wieder an diesem Punkt zu stehen. Voller Vorfreude, aber auch mit dieser leisen Angst, dass sich alles verändern könnte.
Was mich besonders berührt hat, ist die Verbindung zwischen den beiden. Sie kennen sich seit Ewigkeiten, und trotzdem merkt man, wie viel Unausgesprochenes zwischen ihnen liegt. Diese Mischung aus Nähe, Unsicherheit und dem Wunsch, den anderen nicht zu verlieren, hat mich total mitgenommen. Viele Szenen wirken so alltäglich und gleichzeitig so bedeutungsvoll, dass man sie fast selbst erlebt.
Auch die Atmosphäre des Buches bleibt hängen: warme Sommerabende, kleine Rituale, letzte gemeinsame Momente, bevor das Leben in verschiedene Richtungen weitergeht. Für mich hat die Autorin genau dieses Gefühl eingefangen, das man hat, wenn ein Lebensabschnitt endet und man noch nicht weiß, was danach kommt.

Am Ende bleibt für mich ein Buch, das nicht nur romantisch ist, sondern auch ehrlich zeigt, wie schwer es sein kann, seinen eigenen Weg zu finden, ohne die Menschen zu verlieren, die einem wichtig sind. Es ist warm, melancholisch und sehr menschlich und genau das macht es so besonders.