Melancholisch

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christina2601 Avatar

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„Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens“ fängt das schmerzhaft-schöne Lebensgefühl des Übergangs nach dem Schulabschluss perfekt ein. Eine Clique steht an einer entscheidenden Weggabelung: Dieser letzte gemeinsame Sommer wird zur Deadline für ungeklärte Gefühle, Zukunftsängste und das verzweifelte Versprechen, sich niemals zu verlieren. Was das Buch so besonders macht, ist seine ungeschönte Authentizität. Die Figuren haben echte Ecken und Kanten; man spürt ihren inneren Druck ebenso wie die greifbare Melancholie lauwarmer Sommernächte. Auch wenn die Geschichte bekannte Coming-of-Age-Klischees wie den Abschieds-Roadtrip bedient, wirkt sie durch die ehrlichen, leisen Töne nie platt, sondern wie eine vertraute Umarmung. Dem Erzählstil gelingt ein meisterhafter Spagat zwischen Abschiedsschmerz und der absoluten Freiheit der Jugend. Ein zutiefst atmosphärisches Buch für alle, die wehmütig in der eigenen Vergangenheit schwelgen wollen. Nach der letzten Seite möchte man sofort alte Freunde anrufen.