Antike Riten

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Da ich aktuell selbst im Urlaub in Kopenhagen bin, ging mir die Eiskälte und die düstere Kulisse der Stadt beim Lesen gleich noch einmal mehr unter die Haut – wirklich extrem gruselig! Tobias Bukkehave versteht es meisterhaft, mit der schaurig inszenierten Leiche – den Goldmünzen auf den Augen, den Kerzen und den lateinischen Inschriften – eine enorm packende Stimmung zu erzeugen. Das Motiv der antiken Ritualmorde verspricht eine fesselnde Schnitzeljagd für das Ermittlerduo Sara Levin und Janus West.
Besonders stark finde ich bereits den persönlichen Konflikt: Dass Saras Bruder Adam als Profiler hinzugeschaltet werden muss und die Morde direkt mit der dunklen Vergangenheit ihrer eigenen Familie rund um den inhaftierten Vater verknüpft zu sein scheinen, verleiht der Handlung eine vielschichtige Tiefe. Der Schreibstil liest sich absolut flüssig und bildhaft.
Ein absolut gelungener, packender Auftakt, der riesige Lust auf mehr macht.