12 Tage im November
Gerade haben Sara Levin und ihr Partner Janus West eine junge Frau aus den Fängen ihres Peinigers befreit als sie zu einem Mordfall gerufen werden. In einem Trafohäuschen am Stadtrand von Kopenhagen stoßen sie auf die bizarre Inszenierung einer Leiche. Der Mörder hat sein Opfer wie einen gefallenen römischen Gladiator aufgebahrt. Der geschundene Körper wurde gereinigt, die Augen des Toten mit wertvollen antiken Münzen bedeckt. Umringt von Kerzen und einem kleinen Hausaltar. Der Chef der Mordkommission Jens Falk ahnt, dass hier ein Serienkiller mordet und ernennt Sara zur Ermittlungsleiterin. Ihre Zusatzausbildung in den USA könnte hier von Nutzen sein. Zeitnah wird ein zweites Opfer entdeckt, eindeutig vom selben Täter getötet, aber dieses Mal zu Tode gefoltert. Falk holt zusätzlich Saras Bruder Adam ins Team, einen Psychologen, der sich als Profiler auf Serienmörder spezialisiert hat.
Tobias Bukkehave hat mit „Der Prätorianer“ den Auftaktband einer Thriller-Reihe mit den Ermittlern Sara Levin und Janus West vorgelegt. Der Krimi hat mich gut unterhalten, aber meine hohen Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt.
Der Thriller folgt zwei Handlungssträngen. Da sind einerseits die Ritualmorde, andrerseits spielt im Hintergrund die Geschichte der Familie Levin eine wichtige Rolle. Vater Christian, ein Historiker mit Schwerpunkt römische Geschichte, sitzt wegen Mordes an seiner Assistentin im Gefängnis. Adam und Sara gehen zwar unterschiedlich mit diesen Fakten um, aber beide werden nachhaltig von den damaligen Geschehnissen beeinflusst.
Die Aufklärung des Falles erweist sich als schwierig, da nicht alle Details passen. Für eine Verhaftung des Hauptverdächtigen reichen die Beweise nicht aus. Als die Ermittlung stagniert, suchen die Geschwister wiederholt Rat bei ihrem Vater, der sich einerseits als hilfreich, andrerseits als extrem manipulativ und gefährlich erweist.
Der häufige Perspektivenwechsel sorgt einerseits für Spannung, führt aber in der ersten Hälfte des Buches zu kleinen Längen. Ebenso das unnötige Kompetenzgerangel unter Kollegen. Die Charaktere Sara und Janus überzeugen, während ich Adam zwiespältig gegenüber stehe.
Die Handlung gewinnt allmählich an Tempo. Durch die Einblicke in die Gedankenwelt des Mörders erahnt der Leser einige Entwicklungen und manche Handlung wird vorhersehbar. Ein wichtiger Gedanke Saras wird leider nicht weiter verfolgt und der Verdächtige nach dem vierten Mord verhaftet. Die Kommissarin ist nicht glücklich mit dieser Lösung und ihr Bauchgefühl rebelliert. Dagegen hilft auch das gebetsmühlenartige Hervorheben des scheinbaren Ermittlungserfolgs seitens der Polizei nicht.
Schließlich, nach einem etwas abrupten Showdown, indem es richtig zur Sache geht, wird der Fall aufgeklärt und der Täter, der mich nicht völlig überrascht hat, gestoppt.
Der Thriller ist nichts für schwache Nerven, dazu werden die blutigen Details zu sehr hervorgehoben. Genau wie bei der düsteren, kalten Atmosphäre des dänischen Winters spürt man hier deutlich, dass der Autor ursprünglich für Film und Fernsehen als Drehbuchautor gearbeitet hat. Ihm gelingt es mühelos das Kopfkino seiner Leser zu aktivieren.Insgesamt hat mich „Der Prätorianer“ gut unterhalten. Setting und Charaktere überzeugen, der Plot ist spannend, aber nicht neu. Vor einem Jahr habe ich einen skandinavischen Thriller gelesen, in dem alt ägyptische Gottheiten und Hieroglyphen eine wichtige Rolle spielen. Der Cliffhanger am Schluss und auch der Verdacht, der Sara umtreibt, weisen darauf hin, dass der Fall Christian Levin auch in Band zwei eine wichtige Rolle spielen wird.
Tobias Bukkehave hat mit „Der Prätorianer“ den Auftaktband einer Thriller-Reihe mit den Ermittlern Sara Levin und Janus West vorgelegt. Der Krimi hat mich gut unterhalten, aber meine hohen Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt.
Der Thriller folgt zwei Handlungssträngen. Da sind einerseits die Ritualmorde, andrerseits spielt im Hintergrund die Geschichte der Familie Levin eine wichtige Rolle. Vater Christian, ein Historiker mit Schwerpunkt römische Geschichte, sitzt wegen Mordes an seiner Assistentin im Gefängnis. Adam und Sara gehen zwar unterschiedlich mit diesen Fakten um, aber beide werden nachhaltig von den damaligen Geschehnissen beeinflusst.
Die Aufklärung des Falles erweist sich als schwierig, da nicht alle Details passen. Für eine Verhaftung des Hauptverdächtigen reichen die Beweise nicht aus. Als die Ermittlung stagniert, suchen die Geschwister wiederholt Rat bei ihrem Vater, der sich einerseits als hilfreich, andrerseits als extrem manipulativ und gefährlich erweist.
Der häufige Perspektivenwechsel sorgt einerseits für Spannung, führt aber in der ersten Hälfte des Buches zu kleinen Längen. Ebenso das unnötige Kompetenzgerangel unter Kollegen. Die Charaktere Sara und Janus überzeugen, während ich Adam zwiespältig gegenüber stehe.
Die Handlung gewinnt allmählich an Tempo. Durch die Einblicke in die Gedankenwelt des Mörders erahnt der Leser einige Entwicklungen und manche Handlung wird vorhersehbar. Ein wichtiger Gedanke Saras wird leider nicht weiter verfolgt und der Verdächtige nach dem vierten Mord verhaftet. Die Kommissarin ist nicht glücklich mit dieser Lösung und ihr Bauchgefühl rebelliert. Dagegen hilft auch das gebetsmühlenartige Hervorheben des scheinbaren Ermittlungserfolgs seitens der Polizei nicht.
Schließlich, nach einem etwas abrupten Showdown, indem es richtig zur Sache geht, wird der Fall aufgeklärt und der Täter, der mich nicht völlig überrascht hat, gestoppt.
Der Thriller ist nichts für schwache Nerven, dazu werden die blutigen Details zu sehr hervorgehoben. Genau wie bei der düsteren, kalten Atmosphäre des dänischen Winters spürt man hier deutlich, dass der Autor ursprünglich für Film und Fernsehen als Drehbuchautor gearbeitet hat. Ihm gelingt es mühelos das Kopfkino seiner Leser zu aktivieren.Insgesamt hat mich „Der Prätorianer“ gut unterhalten. Setting und Charaktere überzeugen, der Plot ist spannend, aber nicht neu. Vor einem Jahr habe ich einen skandinavischen Thriller gelesen, in dem alt ägyptische Gottheiten und Hieroglyphen eine wichtige Rolle spielen. Der Cliffhanger am Schluss und auch der Verdacht, der Sara umtreibt, weisen darauf hin, dass der Fall Christian Levin auch in Band zwei eine wichtige Rolle spielen wird.