Außergewöhnliches Täterprofil

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baby17 Avatar

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„ Der Prätorianer“ von Tobias Bukkehave nimmt uns mit auf eine tödliche Reise durch die dänische Hauptstadt Kopenhagen.
Die Kriminalkommissare Sara und Janus bekommen es mit einem besonderen Täter zu tun, der eine Affinität zur Antike zu haben scheint. So nutzt er unter anderem Goldmünzen, um eine Leiche zu markieren. Als dann auch noch Saras Bruder, ein Profiler, hinzugezogen wird, brechen alte Wunden aus der Vergangenheit auf. Auch der Vater der beiden Geschwister spielt eine Rolle in diesem Fall.
Dem Autor ist ein solider Thriller gelungen, der jedoch zu Beginn etwas an Spannung vermissen lässt. Der Fokus liegt hier zu sehr auf der Beziehung zwischen Sara, Adam und deren Vater. Gerade im letzten Drittel nimmt die Handlung jedoch an Fahrt auf und die Spannung nimmt zu, so wie man es von einem Thriller erwarten kann.
Die Charaktere sind schwer greifbar für mich. Den Handlungsweisen fehlt ein wenig Klarheit und Sara scheint immer wieder in alte Muster zu verfallen. Da hätte ich mir mehr Entwicklung gewünscht, aber vielleicht erleben wir dies in der Fortsetzung.
Sehr gut gefällt mir die Auswahl des Täters und sein Bezug zur Antike. Die Umsetzung ist sehr gelungen, weil immer mal wieder interessante Fakten genannt werden, die sehr präzise sind.
Auch die Auflösung des Falles und die damit verbundenen Risiken für das Ermittlerteam haben mich überzeugt und sorgen zum Ende hin für Höchstspannung.
Ich habe das Hörbuch gewählt und der Sprecher hat durch das richtige Sprechtempo, eine gute Stimmlage und Glaubwürdigkeit überzeugt.
Insgesamt ist es ein Thriller mit sehr guten Passagen und mit viel Potential für eine spannende Fortsetzung.