Der Prätorianer mordet meisterhaft - Tobias Bukkehave schreibt meisterhaft
Der Herausforderer ist tot. Er liegt zwischen flackernden Kerzen, mit Eiskristallen auf der Haut und zwei uralten Münzen auf den Augen in einem Trafohäuschen im eiskalten Kopenhagen. Wer hat die brutal zugerichtete Leiche dort so inszeniert? Und warum?
* Atmosphäre: Wie der Monat November. Eiskalt und düster.
* Kernthema: Psychologische Hintergründe eines brutalen Serienmörders.
* Spannung: schwelende Konflikte der Figuren gemischt mit spannender Ermittlungsarbeit.
* Für Fans von: Ermittlungen mit mehr als einem 0815-Hintergrund und Figuren mit eigenen Konflikten
WORUM ES GEHT
In einem Trafohäuschen in Kopenhagen wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Sie ist fürchterlich zugerichtet, aber kunstvoll inszeniert. Alles sieht aus, wie in einem Mausoleum, in dem die Leiche aufgebahrt liegt. Zwei alte Münzen mit geprägten Skorpionen, kleine Statuen und ein eingeritzter Begriff, stellen die Ermittlerin Sara Levin und ihren Kollegen Janus West vor ein kaum lösbares Rätsel. Sie werden von Saras Bruder Adam unterstützt, der als Kriminalpsychologe zur Beratung hinzugezogen wird. Für Sara und ihren Bruder stellt sich als größte Herausforderung die Konfrontation mit der Vergangenheit der eigenen Familie heraus. Ihr Vater ist nämlich ein verurteilter Mörder.
MEIN EINDRUCK
Tobias Bukkehave erzählt mit “Der Prätorianer” eine klassische Ermittlungsgeschichte rund um einen Serienmörder. Es gelingt ihm, die Szenerien sehr plastisch und bildhaft zu beschreiben. So brennen sich die Fundorte und die Inszenierung der Leiche vor dem inneren Auge ein. Die Spannung steigert sich kontinuierlich im Verlauf der Geschichte bis hin zu einem sich überschlagenden Finale. Das finde ich tatsächlich ein wenig zurecht gebogen, aber letztlich dient dies einem gelungenen Abschluss.
Die Symbolik des Serienmörders wird langsam und nachvollziehbar aufgebaut und erklärt. Es sei soviel verraten, dass die Prätorianer die Leibgarde des römischen Kaisers waren und der Skorpion deren Symbol war. Es ist also durchaus hilfreich, ein minimales Interesse an der römischen Geschichte mitzubringen. Zwingend erforderlich ist das allerdings nicht.
Das Heldengespann um Sara Levin, ihren Bruder Adam und den Kollegen Janus West kristallisiert sich als hervorragend funktionierendes Team heraus, dem man jederzeit - auch durch ihre Unterschiedlichkeit - ein gutes Ende der Ermittlungen zutraut. Vor allem sind die drei Figuren menschlich realistisch gezeichnet. Es wird auch mal ein derber Spruch gebracht, der mich zum Schmunzeln gebracht hat. Mir hat das sehr gefallen und das Lesen immer mal wieder aufgelockert. Auch das Aufeinandertreffen von alten Hasen in der Polizeiarbeit mit jüngeren und moderner denkenden Ermittlern birgt ein wenig Sprengstoff und hat mich als Leser sehr unterhalten.
Sehr viel ernster hingegen ist die ganz besondere Vergangenheit von Sara und Adam. Sie führt zu einer Reihe unausgesprochener Fragen und Emotionen, aber auch zu einem starken inneren Konflikt, mit dem Sara zu kämpfen hat.
Die Mischung aus zwischenmenschlichen Problemen, den tieferen Einblicken in das Denken und Handeln der Figuren und der handwerklich fein gestrickten Jagd nach einem Serienmörder macht dieses Buch sehr spannend und lesenswert.
MEIN FAZIT
“Der Prätorianer” von Tobias Bukkehave hat die hohen Erwartungen, die ich an einen dänischen Thriller setze, mit Bravour erfüllt. Der Prätorianer mordet meisterhaft - Tobias Bukkehave schreibt meisterhaft.
Dieser Thriller hat lebendige und realistische Figuren, eine spannende und tiefgreifende Handlung, eine einprägsame Bildsprache und eine Portion Witz. Für mich ein sehr gelungenes Buch für eine klare Leseempfehlung und die Aussicht auf eine Fortsetzung.
* Atmosphäre: Wie der Monat November. Eiskalt und düster.
* Kernthema: Psychologische Hintergründe eines brutalen Serienmörders.
* Spannung: schwelende Konflikte der Figuren gemischt mit spannender Ermittlungsarbeit.
* Für Fans von: Ermittlungen mit mehr als einem 0815-Hintergrund und Figuren mit eigenen Konflikten
WORUM ES GEHT
In einem Trafohäuschen in Kopenhagen wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Sie ist fürchterlich zugerichtet, aber kunstvoll inszeniert. Alles sieht aus, wie in einem Mausoleum, in dem die Leiche aufgebahrt liegt. Zwei alte Münzen mit geprägten Skorpionen, kleine Statuen und ein eingeritzter Begriff, stellen die Ermittlerin Sara Levin und ihren Kollegen Janus West vor ein kaum lösbares Rätsel. Sie werden von Saras Bruder Adam unterstützt, der als Kriminalpsychologe zur Beratung hinzugezogen wird. Für Sara und ihren Bruder stellt sich als größte Herausforderung die Konfrontation mit der Vergangenheit der eigenen Familie heraus. Ihr Vater ist nämlich ein verurteilter Mörder.
MEIN EINDRUCK
Tobias Bukkehave erzählt mit “Der Prätorianer” eine klassische Ermittlungsgeschichte rund um einen Serienmörder. Es gelingt ihm, die Szenerien sehr plastisch und bildhaft zu beschreiben. So brennen sich die Fundorte und die Inszenierung der Leiche vor dem inneren Auge ein. Die Spannung steigert sich kontinuierlich im Verlauf der Geschichte bis hin zu einem sich überschlagenden Finale. Das finde ich tatsächlich ein wenig zurecht gebogen, aber letztlich dient dies einem gelungenen Abschluss.
Die Symbolik des Serienmörders wird langsam und nachvollziehbar aufgebaut und erklärt. Es sei soviel verraten, dass die Prätorianer die Leibgarde des römischen Kaisers waren und der Skorpion deren Symbol war. Es ist also durchaus hilfreich, ein minimales Interesse an der römischen Geschichte mitzubringen. Zwingend erforderlich ist das allerdings nicht.
Das Heldengespann um Sara Levin, ihren Bruder Adam und den Kollegen Janus West kristallisiert sich als hervorragend funktionierendes Team heraus, dem man jederzeit - auch durch ihre Unterschiedlichkeit - ein gutes Ende der Ermittlungen zutraut. Vor allem sind die drei Figuren menschlich realistisch gezeichnet. Es wird auch mal ein derber Spruch gebracht, der mich zum Schmunzeln gebracht hat. Mir hat das sehr gefallen und das Lesen immer mal wieder aufgelockert. Auch das Aufeinandertreffen von alten Hasen in der Polizeiarbeit mit jüngeren und moderner denkenden Ermittlern birgt ein wenig Sprengstoff und hat mich als Leser sehr unterhalten.
Sehr viel ernster hingegen ist die ganz besondere Vergangenheit von Sara und Adam. Sie führt zu einer Reihe unausgesprochener Fragen und Emotionen, aber auch zu einem starken inneren Konflikt, mit dem Sara zu kämpfen hat.
Die Mischung aus zwischenmenschlichen Problemen, den tieferen Einblicken in das Denken und Handeln der Figuren und der handwerklich fein gestrickten Jagd nach einem Serienmörder macht dieses Buch sehr spannend und lesenswert.
MEIN FAZIT
“Der Prätorianer” von Tobias Bukkehave hat die hohen Erwartungen, die ich an einen dänischen Thriller setze, mit Bravour erfüllt. Der Prätorianer mordet meisterhaft - Tobias Bukkehave schreibt meisterhaft.
Dieser Thriller hat lebendige und realistische Figuren, eine spannende und tiefgreifende Handlung, eine einprägsame Bildsprache und eine Portion Witz. Für mich ein sehr gelungenes Buch für eine klare Leseempfehlung und die Aussicht auf eine Fortsetzung.