Düsterer Thriller mit ungewöhnlichen Ritualmorden

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Der Prätorianer hat mich vor allem mit der ungewöhnlichen Verbindung aus Serienkiller-Thriller und römischer Antike neugierig gemacht. Schon der erste Tatort zeigt, dass hier kein gewöhnlicher Mörder am Werk ist.
Im winterlichen Kopenhagen werden Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West zu einer grausam inszenierten Leiche gerufen. Auf den Augen des Opfers liegen antike Goldmünzen und in seine Haut wurden lateinische Inschriften geritzt. Schon bald wird klar, dass dies nur der Anfang einer ganzen Reihe von Ritualmorden ist.
Besonders spannend fand ich die Verbindung zu Saras eigener Familie. Die Goldmünzen scheinen ausgerechnet ihrem Vater Christian zu gehören, der selbst wegen Mordes im Gefängnis sitzt. Deshalb wird auch Saras Bruder Adam in die Ermittlungen einbezogen. Er ist auf Serienverbrechen spezialisiert und arbeitet als Profiler. Das schwierige Verhältnis innerhalb der Familie bringt noch einmal eine ganz andere Ebene in die Geschichte.
Die Bezüge zur römischen Antike fand ich interessant und sie heben den Fall von vielen klassischen Serienkiller-Thrillern ab. Gleichzeitig muss man bei den historischen Hintergründen teilweise etwas aufpassen. An einigen Stellen nehmen die Familiengeschichte und die vielen Informationen ziemlich viel Raum ein, wodurch die Spannung zwischendurch etwas nachlässt.
Dafür wird es zum Ende hin noch einmal richtig spannend und die düstere Atmosphäre des winterlichen Kopenhagens passt hervorragend zur Geschichte. Auch Sara und Janus haben als Ermittlerduo Potenzial für weitere Fälle.
Für mich ein gelungener Auftakt einer neuen skandinavischen Thrillerreihe. Besonders empfehlenswert für alle, die brutale Serienkiller-Thriller, Ermittlungsarbeit und ungewöhnliche historische Verbindungen mögen.