Ein Auftakt volle Spannung

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
silawicker Avatar

Von

Schon nach den ersten Seiten befand ich mich mitten im Geschehen – Tobias Bukkrhave versteht es, seine Leser ohne Umschweife in die Handlung zu ziehen. Der Täter mordet nicht nur, er inszeniert seine Opfer auf makabre Weise und schafft dabei einen faszinierenden Bezug zur römischen Antike. Genau dieser geschichtliche Rahmen hat für mich einen besonderen Reiz erzeugt, denn die Morde bekommen dadurch eine zusätzliche Bedeutungsebene, die den Thriller noch spannender macht.
Der Schreibstil ist flüssig, temporeich und durchgehend fesselnd. Die Spannung baut sich früh auf und bleibt konstant hoch, getragen von einem starken Erzähltempo, das den Roman zu einem echten Pageturner macht.
Besonders gut gefallen hat mir das Ermittlerteam: Sara Levin und Janus West überzeugen von Anfang an, und im Verlauf der Geschichte stößt Saras Bruder Adam als Profiler dazu. Schritt für Schritt erfährt man mehr über das Privatleben und die Vergangenheit der Geschwister – inklusive der Frage, warum ihr Vater im Gefängnis sitzt und ob er womöglich etwas mit den Morden zu tun hat. Diese familiären Geheimnisse verleihen der Handlung zusätzliche Tiefe.
Die Geschichte spielt in Dänemark, was für mich als Fan skandinavischer Thriller ein großes Plus ist. Ein kleiner Kritikpunkt war für mich das teilweise konsequente Siezen der Figuren – eher untypisch in Dänemark, wüsste gerne wie es im originalbuch geschrieben ist. Diesmal hat mir der deutsche Titel Der Prätorianer sogar besser gefallen als der Originaltitel Juventas.

Für mich ist Der Prätorianer ein gelungener Auftakt voller Spannung, Atmosphäre und starken Figuren – ein Thriller, der seine Leser packt und nicht mehr loslässt. Ich bin gespannt auf die Fortsetzungen.