Eine interessante Mischung

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Brisante Familiengeschichte, taffe Ermittler und genial geplante Mordfälle: „Der Prätorianer" ist ein neuer Reihenauftakt mit viel Potenzial.

Sara ermittelt in einer Reihe brutaler Morde, bei denen mysteriöse Spuren in die Antike führen. Gleichzeitig stößt sie auf Hinweise, die den Fall plötzlich persönlich machen. Ob ihr Bruder Adam, der als Psychologe und Profiler arbeitet, dabei helfen kann?

Bei diesem Thriller brauchte ich einige Seiten, um so richtig in der Geschichte anzukommen. Denn besonders zu Beginn werden die Geschehnisse häufig durch Einschübe mit Szenen aus der Vergangenheit oder den Gedanken zu ebendiesen unterbrochen. Hat man diese Struktur aber erst mal verstanden, gewöhnt man sich recht schnell daran.

Richtig spannend wurde es für mich, als die Mordfälle genauer unter die Lupe genommen wurden, denn ich bekam jede Menge Einblicke in die Antike und Mythologie. Und auch die Analyse der menschlichen Psyche spielt dank Adam eine bedeutende Rolle - wobei er selbst mit einigen Dämonen zu kämpfen haben scheint, was das Ganze wiederum noch interessanter macht.

Sara und ihr Kollege hatten eine unterhaltsame Dynamik, die mich ab und zu zum Schmunzeln gebracht hat. Das Zusammenspiel von Sara, Adam und ihrem Vater bietet meiner Meinung nach noch Potenzial für spannende Wendungen. Auch wenn mich das Ende aufgrund seiner „Einfachheit“ und übertriebenen Momente nicht begeistern konnte, bin ich neugierig, wie sich die Geschichte in den weiteren Bänden entwickeln wird. Für den nächsten Thriller würde ich mir noch einen Tick mehr Nervenkitzel und Schockmomente gewünscht. 

„Der Prätorianer" ist eine gute Wahl für alle, die Thriller mögen, bei denen man nebenbei noch etwas lernen kann. Düstere Familiengeheimnisse und eine zwiespältige Geschwisterbeziehung sorgen auch für Spannung abseits des Mordfalls.