Einzigartig wie der Buchtitel

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tini5678 Avatar

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Durch das Cover wurde ich auf das Buch aufmerksam und die Leseprobe klang vielversprechend. Besonders speziell aber war der Buchtitel, sodass ich zunächst einmal nachschlagen musste, was das zu bedeuten hatte. Gewiss wird das im Buch aufgeklärt, aber da ich mir meine Bücher immer sehr gezielt aussuche, wollte ich wissen, was in etwa mich erwartet. Ich war dann zunächst tatsächlich etwas unsicher - die Antike mit ihren Themen gehört nun mal nicht zu meinen Vorlieben. Aber das Thema war mal eine für mich neue Idee und die Neugier war geweckt. Gebannt habe ich die beiden Ermittler Sara Lewin und Janus West beobachtet, wie sie einen Serientäter jagen, der brutale Ritualmorde begeht. Immer scheint er ihnen einen Schritt voraus zu sein und einen perfiden Plan zu verfolgen, den die Kommissare noch nicht verstehen können. Weil die Ermitllungen nicht voran kommen, unter anderem weil sie mit der Thematik in der Antike wenig vertraut sind und weil der Täter speziell ist, beschließen sich die Ermittler Hilfe zu holen: Saras Bruder Adam, der als Profiler arbeitet, soll sie ebenfalls unterstützen wie deren Vater Christian Lewin, der als Historiker über das nötige Wissen verfügt. Allen Widerständen zum Trotz müssen die beiden Geschwister dazu nun auch ihren Vater im Gefängnis aufsuchen. Wird es dem Team gelingen, den Mörder in seinem Blutrausch zu stoppen?
Ich habe mich relativ schnell in die Geschichte eingefunden und zum Teil, ganz besonders das letzte Drittel, hatte auf mich dann auch die gewünschte Sogwirkung. Vor allem am Anfang hat mich die ausschweifende Erzählung über die Familie Lewin etwas im Lesefluss behindert. Rückblickend empfinde ich das Buch auch tatsächlich nicht als reinen Thriller, denn es erzählt einmal die Kriminalgeschichte und einmal die Familiengeschichte der Familie Lewin. Letzteres hat mir dabei einfach zu sehr dominiert, sodass dadurch Spannung und Ermittlungsarbeit in den Hintergrund geraten sind. Im Allgemeinen liest sich das Buch flüssig, an manchen Stellen ist es ausschweifend, wenn z. B mit Fällen verglichen wird, die dem Leser nichts sagen. Ich konnte hier Null Mehrwert erkennen. Adam mag auf seine Art besonders sein, aber gerade die Beschreibung seines Charakters hat mich manchmal überfordert und ich habe es als ein "zu viel an Tiefe" empfunden. Sara ist ein bisschen eigensinnig, aber ich hab sie zusammen mit ihrem Kollegen Janus West gleich gemocht. Einzig ihre etwas respektlose Art (den Kollegen den Mittelfinger zeigen, ihre Ausdrucksweise) hatte für mich manchmal einen faden Beigeschmack. Andererseits passte es auch zu der Geschichte. Normalerweise bevorzuge ich eine harmonischere Zusammenarbeit im Team. Mich persönlich konnte das Buch nicht so ganz überzeugen, ich warte aber mal ab, was das Thema von Band 2 sein wird. Ein bisschen neugierig bin ich ja schon, wie es mit der Familie Lewin weitergeht. Da hoffe ich, dass das weniger detailreich wird. Leser, die auf brutale Serienmorde stehen und die sich an Familiengeschichten nicht stören, kommen hier voll auf ihre Kosten. Wer -wie ich - mehr auf den Nervenkitzel steht eher weniger. Was ich aber tatsächlich so gar nicht nachvollziehen konnte: Was bitte will mir das Cover zu dem Thema sagen? Da mich das letzte Drittel gut unterhalten hat, vergebe ich 3,75 Sterne.