Hat noch Luft nach oben
Bis jetzt habe ich noch kein Buch von Tobias Bukkehave gelesen. Der Prätorianer fiel mir wegen des Titels auf. Das Cover mit der Fliege in glänzender Haptik sowie den haptisch gestalteten Eisrillen machte mich ebenfalls neugierig. Es ist der Auftakt einer packenden Thrillerreihe. Als Ermittler sind hier Sara Levin und ihr Partner Janus tätig. Der Auftakt beginnt mit einer Entführung und weiter geht es mit einem skurilen Leichenfund. Hier lerne ich auch noch einige andere Charaktere kennen. Sara und Janus sind sympathische Charaktere, allerdings ist Sara eine starke eigensinnige Partnerin, muss man mögen, Janus ist da eher der Ruhepol. Was mir am besten gefällt ist der geschichtliche Aspekt, das finde ich teils richtig spannend, besonders im Zusammenhang mit den skuril dargestellten Toten. Der Schreibstil ist angenehm, teils richtig bildhaft geschildert und die Ermittlungsarbeiten sind nachvollziehbar. Es finden sich zwar einige Längen für mich, aber im mittleren Teil wurde es dann richtig spannend. Das Ende wiederrum war schlüssig, hatte aber zuviel konstruiertes und wirkte teils unglaubwürdig. Von der Idee her total gut, nur die Umsetzung hat noch Potenzial. Ich bin jetzt neugierig auf die Fortsetzung, denn ich würde gerne noch einiges mehr erfahren, z.B. zu dem inhaftierten Vater.