Hochspannend, aber mit deutlichen Mängeln

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Buchmeinung zu Tobias Bukkehave – »Der Prätorianer«

»Der Prätorianer« ist ein Kriminalroman von Tobias Bukkehave, der 2026 bei dtv erschienen ist.

Zum Autor:
Tobias Bukkehave, geboren 1980, hat einen Master of Arts in Medienwissenschaften und lebt in Dänemark. ›Der Prätorianer‹ ist der Auftakt einer packenden Thrillerreihe um die eigenwillige Ermittlerin Sara Levin und ihren Partner Janus West. Wenn er nicht gerade schreibt, arbeitet Tobias Bukkehave als Drehbuchautor für Film und Fernsehen.

Zum Inhalt:
Kommissarin Sara Levin und ihr Kollege Janus West werden zu einer aufwändig aufbereiteten Leiche in Kopenhagen gerufen. Ein weiterer Leichenfund deutet auf einen psychopathischen Serientäter hin. Sie erhalten Unterstützung von Saras Bruder Adam, der als Profiler mit Spezialgebiet Serientäter arbeitet. Ihr Vater Christian Levin ist ein verurteilter Mörder mit psychopathischen Zügen.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich zwiegespalten zurück gelassen. Einerseits ist es hochspannend, aber andererseits fand ich die Figurenzeichnung eher mäßig. Genretypisch gab es viele blutige Details, aber auch Wissenswertes zu den Prätorianern. Sara und vor allem ihr Bruder Adam zeigen auch psychopathische Züge. Adam zeigt sich als Stalker und manipuliert Beweise. Ihr Verhältnis zu ihrem Vater birgt Konfliktpotential. Gefallen hat mir die Beschreibung der traditionellen Polizeiarbeit, die zum Erfolg führt. Wenig überzeugend war die Naivität und sogar Blindheit der Ermittler im Showdown, die sie in die Hände des Täters führte. Ihre Befreiung durch eine übermenschliche Rettungsaktion konnte mich nicht überzeugen. Der Schreibstil war fesselnd und in weiten Teilen bildhaft, ganz im Stil eines Drehbuchautors. Der Plot konnte mich weniger überzeugen, aber spannend war es schon.

Fazit:
Ein Thriller, der mich nur in den Bereichen Spannung und Schreibstil überzeugen konnte. Die Figurenzeichnung und den Plot empfand ich eher mäßig. Trotzdem bewerte ich den Titel wegen der hohen Spannung mit drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten). Eine Leseempfehlung mag ich nicht geben.