Serienkiller-Thriller meets Antike
"Der Prätorianer" von Tobias Bukkehave ist der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe und im August 2026 bei Hörbuch Hamburg erschienen. Übersetzt wurde das Buch von Thomas Altefrohne und Knut Krüger, vorgelesen wird die rund 9 Stunden und 43 Minuten lange Hörbuchfassung von Oliver Siebeck.
Die Story?
Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West werden zu einem ungewöhnlichen Tatort gerufen: Ein junger Mann wurde ermordet und aufwendig inszeniert. Antike Goldmünzen bedecken seine Augen, lateinische Inschriften wurden in seine Haut geritzt und hunderte Kerzen umgeben die Leiche. Schnell zeigt sich, dass es sich um den Auftakt einer Reihe von Ritualmorden handelt.
Meine Meinung
Die Mischung aus Krimi, Serienkiller-Thriller und historischen Elementen klingt zunächst nach genau meinem Ding. Gerade die Verbindung zur Antike hat mich neugierig gemacht, weil ich mich für Geschichte interessier. Leider konnte mich die Umsetzung letztlich nicht ganz überzeugen.
Das lag vor allem an den Figuren. Besonders Sara hätte durch ihre familiäre Vorgeschichte viel Potenzial für eine interessante und emotionalere Hauptfigur gehabt. Stattdessen ist sie für mich überraschend auf Distanz geblieben. Und ich mag ja Thriller/Krimis, bei denen sich der Fall oder manchmal auch die Fälle mit Familiengeschichten verbinden. Das ist auch hier der Fall. Sarahs Bruder Adam, ein auf Serienverbrechen spezialisierter Profiler, wird hinzugezogen, während die Ermittlungen gleichzeitig zu ihrem Vater führen, der wegen Mordes verurteilt wurde. Aber iwie war das noch nicht ganz ausgereift oder es ist erst für den 2. Teil der Reihe wirklich relevant.
Der Plot wirkt auf mich insgesamt recht einfach und stellenweise fast steril. Dazu kommen endlosen Diskussionen und Zankereien zwischen "verfeindeten" Ermittler:innen im Team. Teilweise hatte ich das Gefühl, die Handlung wird auch künstlich in die Länge gezogen oder neue Personen eingeführt um mehr Verdächtige zu haben.
Aaaaaber: Langweilig ist "Der Prätorianer" definitiv nicht. Die Geschichte ist an sich spannend erzählt und die ungewöhnlichen Tatorte sorgen zusätzlich für eine düstere Atmosphäre. Am besten gefallen hat mir der historische Aspekt, der gerne noch mehr rauskommen hätte dürfen. Genau deshalb fand ich es auch schade, dass dieser Teil nicht noch mehr in die Hanldung eingeflossen ist.
Was den Sprecher anbelangt: Oliver Siebeck mochte ich als Sprecher sehr. Seine Stimme passt wirklich gut zu einem düsteren Thriller, und er macht auch aus längeren Dialogpassagen etwas, das sich angenehm anhören lässt.
Fazit
"Der Prätorianer" hat eine super spannende Ausgangsidee und verbindet Serienkiller-Thriller mit historischen Elementen. Leider bleiben die Ermittlungen für mich zu langatmig, die Figuren zu blass und manche Entwicklungen zu konstruiert. Besonders der historische Teil hätte deutlich mehr Potenzial gehabt. Für mich ist es deshalb ein „kann man, muss man aber nicht“-Thriller. Oliver Siebeck hat einen prima Job gemacht und macht die Hörbuchfassung definitiv zugänglicher. Ob ich mir den zweiten Teil anhören werde, weiß ich allerdings noch nicht.
Die Story?
Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West werden zu einem ungewöhnlichen Tatort gerufen: Ein junger Mann wurde ermordet und aufwendig inszeniert. Antike Goldmünzen bedecken seine Augen, lateinische Inschriften wurden in seine Haut geritzt und hunderte Kerzen umgeben die Leiche. Schnell zeigt sich, dass es sich um den Auftakt einer Reihe von Ritualmorden handelt.
Meine Meinung
Die Mischung aus Krimi, Serienkiller-Thriller und historischen Elementen klingt zunächst nach genau meinem Ding. Gerade die Verbindung zur Antike hat mich neugierig gemacht, weil ich mich für Geschichte interessier. Leider konnte mich die Umsetzung letztlich nicht ganz überzeugen.
Das lag vor allem an den Figuren. Besonders Sara hätte durch ihre familiäre Vorgeschichte viel Potenzial für eine interessante und emotionalere Hauptfigur gehabt. Stattdessen ist sie für mich überraschend auf Distanz geblieben. Und ich mag ja Thriller/Krimis, bei denen sich der Fall oder manchmal auch die Fälle mit Familiengeschichten verbinden. Das ist auch hier der Fall. Sarahs Bruder Adam, ein auf Serienverbrechen spezialisierter Profiler, wird hinzugezogen, während die Ermittlungen gleichzeitig zu ihrem Vater führen, der wegen Mordes verurteilt wurde. Aber iwie war das noch nicht ganz ausgereift oder es ist erst für den 2. Teil der Reihe wirklich relevant.
Der Plot wirkt auf mich insgesamt recht einfach und stellenweise fast steril. Dazu kommen endlosen Diskussionen und Zankereien zwischen "verfeindeten" Ermittler:innen im Team. Teilweise hatte ich das Gefühl, die Handlung wird auch künstlich in die Länge gezogen oder neue Personen eingeführt um mehr Verdächtige zu haben.
Aaaaaber: Langweilig ist "Der Prätorianer" definitiv nicht. Die Geschichte ist an sich spannend erzählt und die ungewöhnlichen Tatorte sorgen zusätzlich für eine düstere Atmosphäre. Am besten gefallen hat mir der historische Aspekt, der gerne noch mehr rauskommen hätte dürfen. Genau deshalb fand ich es auch schade, dass dieser Teil nicht noch mehr in die Hanldung eingeflossen ist.
Was den Sprecher anbelangt: Oliver Siebeck mochte ich als Sprecher sehr. Seine Stimme passt wirklich gut zu einem düsteren Thriller, und er macht auch aus längeren Dialogpassagen etwas, das sich angenehm anhören lässt.
Fazit
"Der Prätorianer" hat eine super spannende Ausgangsidee und verbindet Serienkiller-Thriller mit historischen Elementen. Leider bleiben die Ermittlungen für mich zu langatmig, die Figuren zu blass und manche Entwicklungen zu konstruiert. Besonders der historische Teil hätte deutlich mehr Potenzial gehabt. Für mich ist es deshalb ein „kann man, muss man aber nicht“-Thriller. Oliver Siebeck hat einen prima Job gemacht und macht die Hörbuchfassung definitiv zugänglicher. Ob ich mir den zweiten Teil anhören werde, weiß ich allerdings noch nicht.