Serienmorde im winterlichen Kopenhagen

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Bei diesem neuen skandinavischen Thriller hat mich zunächst der Schauplatz Kopenhagen gereizt. Es handelt sich um den ersten Teil einer Reihe mit Kriminalkommissarin Sara Levin und ihrem Partner Janus West. Sie haben es mit mehreren Morden zu tun, bei denen sich recht schnell Zusammenhänge andeuten. Schon beim ersten Mordfall ist der Leichnam sehr aufwendig geschmückt worden, lateinische Inschriften wurden in seine Haut geritzt und es finden sich antike Goldmünzen, die früher ausgerechnet Saras Vater gehört haben, der wegen Mordes inhaftiert ist. Schon bald beschließt Saras Vorgesetzter, Saras Bruder Adam hinzuziehen, der sich in den USA zum Profiler ausbilden lassen hat und auf Serienmorde spezialisiert ist. Die Geschwister haben seit der Verurteilung ihres Vaters aber ein sehr angespanntes Verhältnis.

Ich fand den Fall sehr spannend und es kam auch immer wieder zu falschen Fährten und überraschenden Wendungen, sodass der Ausgang nicht zu schnell vorherzusehen war. Auch die Konstellation der Ermittelnden mit der Familiengeschichte von Sara und Adam ist ungewöhnlich und Janus West bildet einen guten Gegenpart zu Adam. Die Verknüpfung von Gegenwart und symbolischen Handlungen aus der antiken Mythologie fand ich ebenfalls interessant. Für mich hätte der Schauplatz Kopenhagen aber noch eine etwas größere Rolle spielen und etwas mehr Lokalkolorit enthalten sein dürfen. Ich habe die Geschichte als Hörbuch angehört und war mit dem Sprecher, dem Schauspieler Oliver Siebeck, sehr zufrieden. Man konnte ihm angenehm folgen und er schafft es auch die Spannung aufrechtzuerhalten.