Überflüssig

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griseldis2000 Avatar

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Leider schwante mir schon nach den ersten Kapiteln, dass hier nicht von echten Personen die Rede ist. Weder die ErmittlerInnen noch der böse, böse Prätorianer strahlten Glaubwürdigkeit aus, oder weckten wenigstens so etwas wie vages Interesse in mir. Das Ganze wirkt auf mich wie ein zügig am Reißbrett entworfener Plot, der uninspiriert heruntergeschrieben wurde. Der Autor fragt die KI nach möglichst abwegigen Störungen und kocht daraus ein krudes Süppchen aus heiligem römischen Reich-Fetisch und PTBS eines Veteranen. Als fades Gewürz streut er noch den Serienkillervater ( Hanibal Lecter schickt ganz müde Grüße) die beliebte Incelthematik ( da kann man nach Herzenslust politisch unkorrekte, frauenverachtende, sexistische Kommentare einpflegen) und hier und da ein paar Schneeflocken darüber. Mir hat es nicht geschmeckt. Ein ganz und gar überflüssiger „Thriller“, der den Namen, meiner Ansicht nach nicht verdient. Ich werde dieser Reihe ganz sicher nicht folgen und denke sehnsüchtig an meine Krimileseanfänge mit Sjöwall und Wahlöö zurück. Skandinavische Krimis sind nicht mehr das, was sie mal waren. Auch wenn ich Aslak Nore, Asa Larson und Stieg Larson und Lindquist hier ausdrücklich ausnehmen möchte.