Geschichte als Abenteuer
„Der rätselhafte Verwandte aus der Eiszeit“ ist ein neuer Band aus der Sachbuchreihe „Dusty Diggers“ über wichtige archäologische Entdeckungen. In diesem Buch steht der Neandertaler im Mittelpunkt. Die erste wichtige Entdeckung macht man, wenn man das Buch aufschlägt. Der Vorsatz besteht aus einer Landkarte, auf der man ersehen kann, wo die ersten Neandertaler entdeckt wurden. Wir begleiten Giovanni und Massimo bei ihrer Arbeit in der Kleinen Feldhofer Grotte. Dort entfernten die beiden mit ihren Spitzhacken eine dicke Schichte aus Lehm. Rein zufällig entdeckten sie dabei Knochen. Bis zur Erkenntnis, dass es sich dabei um die Knochen von Ur-Menschen handelt, sollten noch Jahre vergehen. Kindgerecht wird hier vermittelt, wie archäologische Arbeit aussieht und wie Wissenschaftler darüber streiten, welche Theorie nun die richtige ist. Untermalt wird das Ganze mit witzigen Dialogen und humorvollen Zeichnungen. Dies ist das perfekte Buch für Kinder, die sich für Archäologie interessieren. Wie eine spannende Geschichte wird hier Geschichte vermittelt. Einziger Minuspunkt: Der Verlag gibt ein Lesealter ab 8 Jahren an. Ich denke, das ist zu früh. Nicht, weil ich denke, dass die Informationen zu happig sind. Das kann man Kindern durchaus zumuten. Sondern wegen der komplizierten Begriffe. Die werden zwar alle im Anhang kindgerecht und toll erklärt, aber mit dem Erlesen dieser Begriffe dürften Selbstleser in dem Alter noch ihre Probleme haben, da sie ja immer noch dabei sind, das Lesen zu erlernen. Hier dürfte Hilfe von Erwachsenen nötig sein. Ansonsten kann ich nicht nur dieses Buch, sondern die komplette Reihe empfehlen.