Aus dieser Thematik hätte man mehr machen können

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klautschi Avatar

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Janis und Sina lernen sich im Krankenhaus kennen: Jannis ist im Schlaflabor als Krankenschwester beschäftigt, macht dort Nachtdienste und betreut und überwacht die Patient*innen während des Schlafs. Sie ist alleinstehend und aufgrund ihres Nachtdienstes auch sonst sozial wenig eingebunden.

Sina ist Lehrerin, verheiratet und Mutter zweier Kinder und dieses „Gesamtpacket“ bringt sie an ihre Grenzen - sie kann nur noch mit Zolpidem schlafen. Ihr neuer Hausarzt möchte ihr kein weiteres Rezept mehr verschreiben und überweist sie ins Schlaflabor, um der Ursache der Schlaflosigkeit auf den Grund gehen zu können.

Im Krankenhaus nähern sich die beiden Frauen an und die Nacht verläuft ganz anders als sie sollte. Was dann kommt, ist teils skurril, teils absurd, teils bei den Haaren herbeigezogen. Der vielversprechende Anfang des Romans driftet ab ins Banal-Reißerische.

Der Anfang war jedenfalls süffig zu lesen und die Idee des Buches fand ich auch großartig. Jeder kennt das, wenn man ein, zwei Nächte nicht richtig gut oder gar nicht schlafen kann – welchem Schlafdruck man dann ausgeliefert ist, wie schlimm es ist, aufgrund der Müdigkeit durch den Tag mehr schlecht als recht ‚getragen‘ zu werden. Ich habe mir da eine richtig tolle Geschichte erwartet, weil das Thema so vielversprechend klang. Es hat sich dann leider für mich in eine Richtung entwickelt, die – kurz gesagt – ins Absurde-Skurrile abglitt und vollkommen unrealistisch wurde, was ich sehr schade fand, denn das Thema Schlaflosigkeit würde echt eine gute Story hergeben.