Etwas wenig Tiefgang

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herr_rabowski Avatar

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Mit dem Titel habe ich aufgehorcht. Schlaf ist etwas besonderes und nicht jeden ereilt er selbstverständlich. Das Setting ist besonders. Zwei Frauen, die sich gar nicht kennen und trotzdem eine intensive Verbindung zueinander spüren, treffen in einem Schlaflabor aufeinander. Während die eine über den Schlaf der anderen wachen soll, ereignet sich nicht nur der Schlaf. Janis und Sina geraten in ein Gespräch. In einer sonderbaren Nachtaktion, rückt ein unscheinbares Sofa in ein besonderes Licht.

Dieser Roman war so anders als ich ihn erwartet habe. Das Ende lässt mich mit dem Gefühl zurück, es könntet einen zweiten Teil geben. Für Sina und Janis haben Veränderungen begonnen, von denen ich mir eine Wendung verspreche. Es bleibt jedoch angerissen und unvollendet. Das ist auch einer der Gründe, warum ich nicht ganz zufrieden bin. Es wurden einige tiefgründige Themen angesprochen, aber nicht in der Tiefe ausgebaut. Ich fand das schade.
Gut und flüssig zu lesen war es dennoch. Ich erinnere mich jedoch auch nicht an sprachlich besondere Kniffs. Ich habe mich insgesamt gut unterhalten gefühlt. Diese besondere Frauenverbindung hinterlässt jedoch leider keinen lang anhaltenden Eindruck.