irgendwas fehlte mir
"Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam" hat mich anfangs wirklich gut abgeholt. Die Atmosphäre ist warm, die Beschreibungen von Amsterdam sind lebendig, und Rosies Neustart auf dem Hausboot hat etwas Charmantes. Genau diese Kulisse trägt das Buch über weite Strecken.
Mit der Zeit hat sich bei mir jedoch zunehmend Ernüchterung eingestellt. Rosie bleibt für meinen Geschmack zu lange in einer naiv‑impulsiven Haltung stecken, und gerade im Umgang mit ihrem Nachbarn Max hat mich ihre Art irgendwann regelrecht genervt. Was zunächst als leichte Spannung zwischen den beiden beginnt, kippt später in eine sehr vorhersehbare, klischeehafte Dynamik. Das Ende trieft dann für mich so sehr vor Kitsch, dass es für mich fast schon den Charme der anfänglichen Kapitel überlagert hat.
Auch der häufige, beiläufig dargestellte Weinkonsum der Figuren hat mich genervt bzw. irritiert. Es taucht so selbstverständlich und so oft auf, dass es irgendwann störend wirkt – besonders in einem Roman, der ansonsten bewusst leicht und unbeschwert erzählt sein möchte.
Der Schreibstil ist locker und gut lesbar, aber sprachlich eher schlicht. Kleine Fehler und sehr einfache Satzstrukturen haben mich immer wieder aus dem Lesefluss geholt. Insgesamt fehlte mir beim Schreibstil ein wenig die Raffinesse, die die schöne Grundidee verdient hätte.
Trotz aller Kritikpunkte: Das Buch lässt sich angenehm weglesen. Als leichte Lektüre für zwischendurch funktioniert es, vor allem wegen der atmosphärischen Kulisse. Ja ich habe Lust bekommen selbst nach Amsterdam zu reisen, aber sonst bleibt für mich von der Lektüre nicht viel hängen. Was für mich weniger an der Geschichte selbst liegt als an ihrer sehr vorhersehbaren, und zum Ende sehr schmalzigen Umsetzung.
**Fazit:** Ein atmosphärischer Wohlfühlroman mit deutlichen Schwächen in Figurenzeichnung, Spannung und Stil. Nett für Zwischendrin, aber kein Buch, das lange nachhallt. 3,5 Sterne für mich.
Mit der Zeit hat sich bei mir jedoch zunehmend Ernüchterung eingestellt. Rosie bleibt für meinen Geschmack zu lange in einer naiv‑impulsiven Haltung stecken, und gerade im Umgang mit ihrem Nachbarn Max hat mich ihre Art irgendwann regelrecht genervt. Was zunächst als leichte Spannung zwischen den beiden beginnt, kippt später in eine sehr vorhersehbare, klischeehafte Dynamik. Das Ende trieft dann für mich so sehr vor Kitsch, dass es für mich fast schon den Charme der anfänglichen Kapitel überlagert hat.
Auch der häufige, beiläufig dargestellte Weinkonsum der Figuren hat mich genervt bzw. irritiert. Es taucht so selbstverständlich und so oft auf, dass es irgendwann störend wirkt – besonders in einem Roman, der ansonsten bewusst leicht und unbeschwert erzählt sein möchte.
Der Schreibstil ist locker und gut lesbar, aber sprachlich eher schlicht. Kleine Fehler und sehr einfache Satzstrukturen haben mich immer wieder aus dem Lesefluss geholt. Insgesamt fehlte mir beim Schreibstil ein wenig die Raffinesse, die die schöne Grundidee verdient hätte.
Trotz aller Kritikpunkte: Das Buch lässt sich angenehm weglesen. Als leichte Lektüre für zwischendurch funktioniert es, vor allem wegen der atmosphärischen Kulisse. Ja ich habe Lust bekommen selbst nach Amsterdam zu reisen, aber sonst bleibt für mich von der Lektüre nicht viel hängen. Was für mich weniger an der Geschichte selbst liegt als an ihrer sehr vorhersehbaren, und zum Ende sehr schmalzigen Umsetzung.
**Fazit:** Ein atmosphärischer Wohlfühlroman mit deutlichen Schwächen in Figurenzeichnung, Spannung und Stil. Nett für Zwischendrin, aber kein Buch, das lange nachhallt. 3,5 Sterne für mich.