Knappe 3 Sterne

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
peedee Avatar

Von

Love and the City, Band 1: Rosie hatte bereits viele Jobs. Keiner davon hat ihr wirklich gefallen. Doch nun, nach Abschluss eines Floristik-Kurses, zieht sie kurzerhand von London nach Amsterdam, um dort auf dem „Bloemenmarkt“ als selbstständige Floristin zu arbeiten. Ihr Hausboot-Nachbar, Max, ist griesgrämig und in sich gekehrt. Aber auch sehr attraktiv, wie Rosie sogleich feststellt…

Erster Eindruck: Ein sehr auffälliges, buntes Cover – nicht ganz so mein Geschmack.

Es war mir von der Leseprobe her bewusst, dass es sich hier nicht um einen tiefgründigen Roman handeln würde, sondern um etwas Leichtes für Zwischendurch. Aber für mich wurden zu viele Dinge als zu lapidar abgehandelt:

Eine junge Frau, die einen Abend-Floristik-Kurs gemacht hat, wandert einfach mal so eben von London nach Amsterdam aus. Sie findet ein bezahlbares Hausboot und bekommt auch gleich einen Stand auf dem schwimmenden Blumenmarkt. Ihre Niederländisch-Kenntnisse sind dabei minimal und sie hat offensichtlich nicht vor, dies zeitnah zu ändern. Ihr war nicht bewusst, dass sie eine Lizenz für den Blumenmarkt haben und dass sie einen Businessplan vorweisen muss. Letzteren erstellt sie mal eben schnell an einem Nachmittag. Das alles ist für mich mehr als naiv. Was ich Rosie aber zugutehalten muss, ist ihr unerschütterlicher Optimismus: Auch wenn‘s mal kurz Tränen gibt, rappelt sie sich wieder auf und macht weiter. Das ist bewundernswert. Max ist eine Künstlerseele – kein Wunder, denn er ist Maler: mürrisch und verschlossen wie eine Auster, dann offen und zugänglich und beim nächsten Satz macht er wieder vollkommen dicht und spricht nicht (mehr). Wie soll man sich da richtig verhalten? Problematisch.
Dass die beiden sich trotzdem näher kommen, ist selbstverständlich wenig überraschend.

Und dann geht es holterdiepolter und alles löst sich in Minne auf. Das war definitiv zu schnell. Was mir am besten gefallen hat, war der Familienzusammenhalt. Für den Reihenstart vergebe ich knappe 3 Sterne.