Eindringlich

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piret Avatar

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Bei einem Buch zu diesem Thema habe ich kurz überlegt, ob ich das lesen möchte. Ich war mir jedoch sicher: Wenn es jemand so verpackt bekommt, dass es in der richtigen Dosis umgesetzt wird, dann Eva Völler.
Ich mochte vor allem die Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit und die darin auch enthaltene Mischung aus Leichtigkeit und Schwere. Dabei will ich gar nicht sagen, dass sich die Gegenwart besonders leicht darstellt, allerdings bringt vor allem Katie mit ihrem jugendlichen Charme immer wieder Momente zum Schmunzeln ein. Dadurch wird das Buch immer wieder aufgelockert und kommt trotz des sensiblen Themas nicht zu düster daher.

Dass sich ein Bezug zum Dritten Reich einfach aufgrund des Zeitaspekts nicht "vermeiden" lies war zu erwarten, dennoch hätte ich mir fast gewünscht, es wäre ein Buch mit dem Rein-Thema der Verhältnisse in diesen Kinderkurheimen gewesen. So waren es dann am Ende doch sehr viele Verknüpfungen und Umstände, die größtenteils relativ einfach aufgedeckt wurden.

Insgesamt wurden durch die anschaulich beschriebenen Rückblicke sowohl von Sabine als auch von Hannas Mutter ein eindrückliches Bild über die damaligen Zustände gezeichnet.

Eva Völler hat mich in jedem Fall wieder sehr begeistern und mitnehmen können!