Verdrängtes Thema

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nessaja Avatar

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Der Sommer am Ende der Welt

Die Journalistin Hanna und ihre Tochter Katie reisen auf die Nordseeinsel Borkum. Hannas Mutter war dort als Kind in der Villa Aurelia zur Kur. Hanna hat vor, einen Artikel über ehemalige Verschickungskinder zu schreiben. Bei ihrer Recherche stößt sie auf Menschen, die ihr Leben nachhaltig verändern.
Geschrieben wurde das Buch von Eva Völler. Von ihr stammt auch die Dilogie „Die Dorfschullehrerin“, die ja sehr lange sehr präsent in den Buchhandlungen war. Dies ist aber das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe.
Der Roman ist bei Droemer erschienen. Er umfasst 395 Seiten. Kapitel hat er keine, eingeteilt ist er in die Tage, die Hanna auf der Insel ist. Unterteilt ist er in Sinnabschnitte. Immer wieder gibt es Rückblenden ins Jahr 1963.
Das Buch ist thematisch keine einfache Lektüre. Jedoch hat Eva Völler es geschafft, dieses ernste, vergessene Thema in wirklich angenehmer Erzählweise zu präsentieren. Die Charaktere wurden schön ausgestaltet und sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich finde man merkt, dass die Autorin einen persönlichen familiären Bezug zu dem Thema hat und sich Mühe gegeben hat, gut recherchierte Fakten in einen Roman einfließen zu lassen. Ich habe das Buch wirklich gerne gelesen. Mir ist jetzt erst nach etwas Leichtem, aber ich habe mir fest vorgenommen, ihre beiden Bücher „Helle Tage, dunkle Schuld“ und „ Alte Taten, neuer Zorn“ auch noch zu lesen.