Zum Nachdenken anregend
Zu "Der Sommer am Ende der Welt" eine Rezension zu schreiben, fällt mir sehr schwer. Über diese Kinder zu lesen, die zum Teil kaum das Grundschulalter erreicht haben und trotzdem schon so prägende Erlebnisse zu verarbeiten haben, das bringt mich an Grenzen. Eva Völler bringt die Haltung der Eltern von Sabine Anfang der 1960er Jahre klasse aufs Papier, diese Gutgläubigkeit dem ärztlichen Personal gegenüber, sie würden schon wissen, was gut für das 5Jährige Mädchen ist. Na, dann verschicken wir sie mal für anderthalb Monate auf eine Insel in der Nordsee. Wird ihr schon nichts ausmachen! Heutzutage undenkbar bei den Angeboten an Mutter und Kind-Kuren! Das Ganze wird noch garniert mit schlimmer Vergangenheit aus dem Dritten Reich und schon ist die Mischung perfekt für einen rasanten Lesespaß. Der bunte Strauß aus Recherche, Romanze, rabiaten Erben und Rückblicken sorgt für ein gelungenes Werk.