Scherben der Kindheit
Das Buchcover verspricht einen leichten Sommerroman, doch die Leseprobe deutet schnell an, dass sich hinter der Fassade tiefe Abgründe verbergen. Mir gefällt der Schreibstil sehr gut, da er die bedrückende Atmosphäre im Haus von Brittas Vater im Kontrast zur vermeintlich perfekten Welt von Martins Mutter toll einfängt. Der Spannungsaufbau funktioniert über die vielen kleinen Andeutungen, die sofort Neugier wecken, wie etwa Brittas Angst, Martin zu begegnen. Die Charaktere sind spannend gezeichnet, Martin als der erfolgreiche Firmenleiter, der innerlich doch nur nach Pia sucht, und Britta, die von der Realität ihres kranken Vaters überfordert ist. Von der Geschichte erwarte ich die Auflösung eines jahrelangen Rätsels und hoffe auf eine Versöhnung mit der Vergangenheit. Ich möchte weiterlesen, weil die Flashbacks in die Jugendzeit zeigen, wie eng die drei verknüpft waren, und ich erfahren will, was Pia heute für ein Leben führt.