Zurück an einen Ort, der nie ganz verschwunden ist

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desideria1980 Avatar

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Die Leseprobe von Der Sommer, der uns blieb hat mich leise abgeholt. Keine große Dramatik am Anfang, sondern Figuren, die man einfach beobachtet und bei denen man spürt, dass da mehr unter der Oberfläche liegt.

Besonders mochte ich dieses Wechselspiel zwischen Gegenwart und Kindheit. Man merkt schnell, dass da etwas passiert ist, das die drei bis heute verbindet,auch wenn noch nicht alles ausgesprochen wird. Dieses Unausgesprochene trägt die ersten Kapitel stark.

Martin wirkt kontrolliert und ordentlich, fast ein bisschen festgefahren. Britta dagegen steht mitten im Chaos zwischen Verantwortung und eigenen Gefühlen. Und Pia hat diese Mischung aus Stärke und Flucht in sich, die neugierig macht. Gerade diese unterschiedlichen Lebenswege haben für mich Spannung erzeugt, ohne dass es laut werden muss.

Der Schreibstil ist ruhig und bildhaft, manchmal fast ein bisschen nostalgisch. Nicht jede Szene hat mich komplett gepackt, aber insgesamt wollte ich wissen, wie sich alles weiterentwickelt, vor allem, was damals wirklich passiert ist.

Für mich eine stimmige, emotionale Leseprobe mit viel Atmosphäre.
4 Sterne.