Absoluter Herzenstipp!

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söphken Avatar

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Ich habe „Der Sommer, der uns blieb“ dieses Wochenende im Park gelesen, in der Sonne, und selten hat ein Buch so perfekt zur eigenen Stimmung gepasst. Es war eines dieser Leseerlebnisse, bei denen man irgendwann vergisst, dass man liest, weil man so sehr in der Geschichte drin ist.

Besonders berührt hat mich die Freundschaft zwischen Britta, Pia und Martin. Diese Nähe, dieses Selbstverständliche und gleichzeitig Fragile daran hat sich unglaublich echt angefühlt. Der eine Sommer, der alles verändert, zieht sich wie ein leiser Nachhall durch die Geschichte, und wie die Figuren Jahre später damit umgehen, hat mich wirklich getroffen. Gerade weil ich selbst meine Freund*innen so sehr liebe, ging mir das alles sehr nah. Das Buch zeigt auf eine sehr ehrliche Art, wie tief Freundschaft gehen kann und wie sehr sie uns formt, auch wenn sich im Leben vieles verschiebt.

Was mich aber wirklich begeistert hat, ist die Sprache. Die Autorin hat ein feines Gespür für Stimmungen und Zwischentöne, für das Ungesagte, für diese ganz bestimmten Momente, die man kaum greifen kann und die trotzdem alles bedeuten. Beim Lesen hatte ich ständig dieses warme, sommerliche Gefühl, aber gleichzeitig auch etwas Melancholisches, das sich leise dazwischenlegt.

Ich habe das Buch als sehr intensiv und gleichzeitig leicht erlebt. Es lässt einen eintauchen, mitfühlen und bleibt dann einfach noch da, auch nachdem man es zugeklappt hat. Für mich war es ein rundum fabelhaftes Buch, das ich so schnell nicht vergessen werde.