Das Band der Freundschaft

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ullap64 Avatar

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Als Jugendliche verbringen Britta, Pia und Martin fast jede freie Minute miteinander, ihr Freundschaft erscheint unzerrüttbar.

Zwei Jahrzehnte später: Der Kontakt zwischen den Dreien hat sich verloren. Lediglich Martin ist immer in der Kleinstadt wohnen geblieben, arbeitet im elterlichen Unternehmen. Als eines Tages alle drei in der alten Heimat wieder aufeinandertreffen, brechen alte Wunden wieder auf, sowie die Frage, warum damals die Freundschaft scheinbar grundlos auseinanderbrach.

Zunächst möchte ich dieses wunderbar gestaltete Cover loben, in das ich mich so wunderbar fallen lassen kann, das eigentlich wenig zeigt, doch im Nachhinein so viel aussagt. Passend dazu habe ich eine Geschichte gelesen, die zum Teil unterhaltsam, in großen Stücken jedoch sehr berührend ist. In wechselnden Perspektiven und auf zwei Zeitebenen wird jeweils aus der Sicht der drei Hauptdarsteller berichtet. Als Leser habe ich zwar schnell geahnt, was damals wohl geschehen ist, dennoch fand ich den Weg dorthin und die langsame spätere Wiederannährung so gefühlvoll beschrieben, dass mich die ganze Geschichte auch in Teilen an meine eigene Jugendzeit erinnerte. Es ist eine Geschichte von Neuanfängen, von Verzeihen können und einer großen Freundschaft, die auch Jahre überwinden kann. Sehr feinfühlig wurde hier mit sehr privaten Gefühlen umgegangen, so dass ich meine Sympathien doch am Ende auf alle drei Protagonisten gleichmäßig verteilen konnte. Eine wunderbare Geschichte, die mir wirklich sehr zu Herzen gegangen ist!