Ein optisches Highlight mit nostalgischen Herzschlag
Greta Herrlicher liefert mit „Der Sommer, der uns blieb“ ein beeindruckendes Debüt ab, das mich vor allem durch seine atmosphärische Dichte und eine unfassbar schöne Gestaltung in den Bann gezogen hat.
Worum geht es?
Drei Menschen, eine gemeinsame Jugend und ein Sommer Ende der 90er, der alles veränderte.
Martin, der Beständige, der nie aus der Kleinstadt weggekommen ist und dessen kontrollierte Fassade durch einen einfachen Flyer bröckelt.
Britta, die mit den Scherben ihres Lebens und einer Schwangerschaft zurückkehrt, um ihren dementen Vater zu pflegen.
Pia, die schwerkrank die Konfrontation mit der Vergangenheit sucht, um eine alte Schuld zu begleichen.
Nostalgie pur und dynamischer Schreibstil
Besonders die Rückblicke in die 90er Jahre sind ein Genuss. Details wie die Bravo, der Walkman oder ein Nogger-Eis erzeugen einen wohligen „Throwback-Effekt“, der die eigene Jugend lebendig werden lässt. Der Schreibstil von Greta Herrlicher ist dabei modern und lebendig; die wechselnden Perspektiven halten das Tempo hoch und geben jeder Figur eine eigene, klare Stimme.
Zwischen Melancholie und Zeitgeschehen
Ein interessanter, wenn auch schwerer Aspekt ist die Einbindung der Corona-Pandemie. Sie verleiht der Geschichte eine zusätzliche Ebene der Isolation, unterbricht aber stellenweise den zeitlosen Fluss der nostalgischen Erzählung.
Kleine Abstriche in der Tiefe
Obwohl die Geschichte eine enorme Kraft besitzt, blieb für mich die emotionale Nähe zu den Charakteren manchmal auf Distanz. Die Konflikte sind spannend angelegt, hätten aber an manchen Stellen noch mehr „Raum zum Atmen“ und leisere Zwischentöne vertragen, um die volle Wucht der Tragik spürbar zu machen. Auch das Ende lässt mich mit der neugierigen Frage zurück: Wie geht es für die Verbliebenen nun weiter?
Fazit: Ein Schmuckstück für jedes Regal
Man muss es offen sagen: Dieses Buch ist eines der schönsten, die ich je in den Händen hielt. Das Cover, der Farbschnitt und das Lesebändchen machen es zu einem haptischen und optischen Erlebnis. Inhaltlich ist es eine starke Auseinandersetzung mit Schuld und verpassten Chancen.
Ein absolut gelungenes Debüt, das trotz kleinerer emotionaler Distanz durch seine Idee und seine wunderschöne Aufmachung überzeugt!
Worum geht es?
Drei Menschen, eine gemeinsame Jugend und ein Sommer Ende der 90er, der alles veränderte.
Martin, der Beständige, der nie aus der Kleinstadt weggekommen ist und dessen kontrollierte Fassade durch einen einfachen Flyer bröckelt.
Britta, die mit den Scherben ihres Lebens und einer Schwangerschaft zurückkehrt, um ihren dementen Vater zu pflegen.
Pia, die schwerkrank die Konfrontation mit der Vergangenheit sucht, um eine alte Schuld zu begleichen.
Nostalgie pur und dynamischer Schreibstil
Besonders die Rückblicke in die 90er Jahre sind ein Genuss. Details wie die Bravo, der Walkman oder ein Nogger-Eis erzeugen einen wohligen „Throwback-Effekt“, der die eigene Jugend lebendig werden lässt. Der Schreibstil von Greta Herrlicher ist dabei modern und lebendig; die wechselnden Perspektiven halten das Tempo hoch und geben jeder Figur eine eigene, klare Stimme.
Zwischen Melancholie und Zeitgeschehen
Ein interessanter, wenn auch schwerer Aspekt ist die Einbindung der Corona-Pandemie. Sie verleiht der Geschichte eine zusätzliche Ebene der Isolation, unterbricht aber stellenweise den zeitlosen Fluss der nostalgischen Erzählung.
Kleine Abstriche in der Tiefe
Obwohl die Geschichte eine enorme Kraft besitzt, blieb für mich die emotionale Nähe zu den Charakteren manchmal auf Distanz. Die Konflikte sind spannend angelegt, hätten aber an manchen Stellen noch mehr „Raum zum Atmen“ und leisere Zwischentöne vertragen, um die volle Wucht der Tragik spürbar zu machen. Auch das Ende lässt mich mit der neugierigen Frage zurück: Wie geht es für die Verbliebenen nun weiter?
Fazit: Ein Schmuckstück für jedes Regal
Man muss es offen sagen: Dieses Buch ist eines der schönsten, die ich je in den Händen hielt. Das Cover, der Farbschnitt und das Lesebändchen machen es zu einem haptischen und optischen Erlebnis. Inhaltlich ist es eine starke Auseinandersetzung mit Schuld und verpassten Chancen.
Ein absolut gelungenes Debüt, das trotz kleinerer emotionaler Distanz durch seine Idee und seine wunderschöne Aufmachung überzeugt!