erschütterte Jugendfreundschaft
Die langjährige Kinder- und später Jugendfreundschaft der damals eng zusammengeschweissten Freunde Britta, Pia und Martin wurde abrupt auseinandergerissen. Rund 20 Jahre haben sie sich komplett aus den Augen verloren. Nun kehren sie aus unterschiedlichen Gründen in ihr beschauliches Heimatstädtchen zurück. Pia, die damals Hals über Kopf verschwunden ist, will noch eine einzige Lebensaufgabe erledigen, bevor es zu spät ist: Sie muss Britta und Martin endlich erzählen, was damals wirklich geschehen ist. Doch die Narben sitzen tief. Kann es gelingen, nach einer solchen Zäsur an die früheren Freundschaftsbande noch rechtzeitig anzuknüpfen?
Schicht für Schicht trägt die Autorin behutsam den Lack ab, bis die ganze Wahrheit verletzt und nackt offenliegt. In knackig-kurzen Kapiteln wird aus wechselnder Perspektive der Figuren erzählt. Die nötigen Zeitsprünge fügen sich organisch ein. Einfühlsam wird beschrieben, wie seltsam sich das Heimkommen bisweilen anfühlt und wie klein und beengt uns plötzlich alles vorkommt, wenn wir ins Elternhaus zurückkehren.
Ein gefühlvoller und vielschichtiger Roman, verfasst aus der Weisheit eines gereiften Lebens heraus. Er zeigt uns, dass wir selbst entscheiden, welche Erinnerungen wir zulassen oder wegschliessen und welch heilsame Kraft das Vergeben sein kann. Viel Liebe zum Detail auch optisch: ein attraktiver Farbschnitt, eine farbenfrohe Überraschung im Buchinneren, und zum Auftakt der Kapitel jeweils personenbezogene Blütenskizzen und haiku-artige Zitate. Auch das liebevoll und stimmig eingebaute Zitat von Auden ist mir nicht entgangen. Von diesem Roman habe ich mich verstanden gefühlt.
Schicht für Schicht trägt die Autorin behutsam den Lack ab, bis die ganze Wahrheit verletzt und nackt offenliegt. In knackig-kurzen Kapiteln wird aus wechselnder Perspektive der Figuren erzählt. Die nötigen Zeitsprünge fügen sich organisch ein. Einfühlsam wird beschrieben, wie seltsam sich das Heimkommen bisweilen anfühlt und wie klein und beengt uns plötzlich alles vorkommt, wenn wir ins Elternhaus zurückkehren.
Ein gefühlvoller und vielschichtiger Roman, verfasst aus der Weisheit eines gereiften Lebens heraus. Er zeigt uns, dass wir selbst entscheiden, welche Erinnerungen wir zulassen oder wegschliessen und welch heilsame Kraft das Vergeben sein kann. Viel Liebe zum Detail auch optisch: ein attraktiver Farbschnitt, eine farbenfrohe Überraschung im Buchinneren, und zum Auftakt der Kapitel jeweils personenbezogene Blütenskizzen und haiku-artige Zitate. Auch das liebevoll und stimmig eingebaute Zitat von Auden ist mir nicht entgangen. Von diesem Roman habe ich mich verstanden gefühlt.