Lange unzertrennlich

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hexelilli Avatar

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Es war eine Freude, das Buch in der Hand zu halten und zu lesen. Das Cover mit der Schaukel und das transparente Bild im Innern, der Steg mit dem See passen prima zur Geschichte. Der bunte Seitenschnitt weckt Erinnerung an den Sommer. Sehr gut haben mir auch die Lebensweisheiten am Anfang jeden Kapitels gefallen. Sie sind kurz und werden jeweils von einem der drei Freunde in Gegenwart und Vergangenheit erzählt. Dabei kommt ein Wiedererkennen an die eigene Jugend auf. Der Schreibstiel ist flüssig und geht teilweise sehr zu Herzen. Allerdings habe ich schon nach dem ersten Drittel geahnt, wie der Roman enden wird, und ich sollte recht behalten. Die Geschichte spielt in einer Kleinstadt. Pia, Martin und Britta sind unzertrennlich und genießen ihre Jugend, bis nach dem Abitur Pia auf einmal verschwindet. Was ist geschehen, dass sie Hals über Kopf ihre Freunde verlässt. Jeden der drei Protogonisten habe ich in mein Herz geschlossen, Martin, der sich mit fast 40 Jahren immer noch von seiner gefühlskalten Mutter gängeln lässt. Britta die in Frankfurt alles aufgibt um sich um ihren an Demenz erkrankten Vater zu kümmern und Pia, die nach 20 Jahren der Funkstille, schwer krank zurückkommt und Vergebung von den damaligen Freunden erlangen möchte. Die Geschichte wird sehr lebendig erzählt, es geht um Freundschaft, Schuld und Vergeben, die Figuren wirken echt und lebendig beschrieben. Eine zu Herzen gehende Geschichte, die sicher noch einige Zeit nachklingt, und die ich gerne empfehlen kann, mir hat sie sehr gut gefallen.