Soap-Opera ohne Tiefe

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"Der Sommer, der uns blieb" ist das Debüt von Greta Herrlicher und hat mich ehrlich gesagt enttäuscht.

Pia, Britta und Martin sind seit ihrer Jugend Freunde, doch ihre Freundschaft ist in einem Sommer auseinander gebrochen. Sie haben sich aus den Augen verloren und sich nie ausgesprochen. 20 Jahre später treffen sie sich aus den unterschiedlichsten Gründen in ihrer Heimat wieder. Können sie ihre Freundschaft neu beleben und retten?

Der Roman lässt sich zwar flüssig lesen, hat mich aber insgesamt enttäuscht zurück gelassen. Keiner der Charaktere kam mir wirklich nah und ich konnte nicht mit ihnen fühlen. Es kam mir eher vor, als würde ich einen Zeitungsartikel lesen. Dazu kamen etliche Wiederholungen von Worten und Fehler. Wie kann z.B. ein Badezimmer, das immer schon so war, zunächst grün gefliest sein und einige Kapitel später ist es blau? Unsichere Senioren haben den Blick aufs Handy gesenkt? Ich weiß, das sind Dinge, die vielen Lesenden nicht weiter auffallen, aber genau diese haben mich genervt. Die Handlung habe ich persönlich als zu flach, ohne Tiefe und vorhersehbar empfunden.

Ich habe gerade tatsächlich in andere Rezensionen geschaut, hier wird überwiegend das tolle Cover und die allgemeine Aufmachung des Romans gelobt. Ein Coverfreak war ich noch nie, als Ebook-Leserin ist es mir außerdem egal, Für mich zählt der Inhalt eines Romans.

Mich hat die Autorin leider verloren, was bei mir eher selten vorkommt. Diesmal habe ich daneben gegriffen, schade. Ich persönlich kann den Roman nicht weiterempfehlen, und mehr als ein Stern ist bei mir nicht drin!