Unspektakulär
Der Roman „Der Sommer, der uns blieb“ verbindet eine klassische Coming-of-Age-Geschichte mit einem zweiten Erzählstrang, in dem die Figuren als Erwachsene auf ihre gemeinsame Vergangenheit zurückblicken. Im Mittelpunkt stehen Britta, Pia und Martin, deren Freundschaft in ihrer Jugend endet und die sich Jahre später erneut mit den Folgen dieses Sommers auseinandersetzen.
Die Ausgangsidee hat mir grundsätzlich gut gefallen, auch die 90er-Jahre-Nostalgie in den Rückblicken mochte ich. Vor allem die Sprache und insbesondere die Dialoge wirkten auf mich aber oft zu hölzern. Häufig hatte ich das Gefühl, dass Gedanken und Gefühle eher erklärt als erzählerisch entwickelt werden, das klassische „Show, don’t tell“ wird hier aus meiner Sicht zu selten eingelöst. Hinzu kommen Passagen, in denen die Figuren sehr pathetische Lebensweisheiten formulieren, die eher aufgesetzt als authentisch wirken. Das hat mich beim Lesen immer wieder aus der Geschichte herausgebracht. Wer genau diesen Ton mag, könnte mit dem Roman aber durchaus mehr anfangen. Ein bisschen hat es mich an „Matilde und Marie“ erinnert.
Insgesamt bringt „Der Sommer, der uns blieb“ gute Ansätze mit, bleibt für mich aber hinter seinen Möglichkeiten zurück. Wichtig noch zu wissen: Der Roman behandelt auch das Thema Krebs, was im Klappentext nicht deutlich wird. Hier hätte ich mir mehr Transparenz gewünscht.
Die Ausgangsidee hat mir grundsätzlich gut gefallen, auch die 90er-Jahre-Nostalgie in den Rückblicken mochte ich. Vor allem die Sprache und insbesondere die Dialoge wirkten auf mich aber oft zu hölzern. Häufig hatte ich das Gefühl, dass Gedanken und Gefühle eher erklärt als erzählerisch entwickelt werden, das klassische „Show, don’t tell“ wird hier aus meiner Sicht zu selten eingelöst. Hinzu kommen Passagen, in denen die Figuren sehr pathetische Lebensweisheiten formulieren, die eher aufgesetzt als authentisch wirken. Das hat mich beim Lesen immer wieder aus der Geschichte herausgebracht. Wer genau diesen Ton mag, könnte mit dem Roman aber durchaus mehr anfangen. Ein bisschen hat es mich an „Matilde und Marie“ erinnert.
Insgesamt bringt „Der Sommer, der uns blieb“ gute Ansätze mit, bleibt für mich aber hinter seinen Möglichkeiten zurück. Wichtig noch zu wissen: Der Roman behandelt auch das Thema Krebs, was im Klappentext nicht deutlich wird. Hier hätte ich mir mehr Transparenz gewünscht.