Unvergessliche Sommertage

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herbstrose Avatar

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Gemeinsam in einem kleinen Ort aufgewachsen, sind Pia, Britta und Martin seit ihrer Kinder- und Jugendzeit enge Freunde. Sie verbrachten viele unbeschwerte Sommer zusammen am See und hatten das Gefühl, ihre Freundschaft halte ewig. Doch dann, im Sommer nach dem Schulabschluss, geschah etwas, das alles veränderte. Plötzlich hatten sie Geheimnisse voreinander und es entwickelten sich Eifersucht und Spannungen. Pia verschwindet ohne ein Wort, auch Britta verlässt die Heimat, nur Martin bleibt zurück. Sie verlieren sich aus den Augen, die Freundschaft zerbricht.
Etwa zwanzig Jahre später kommt Britta zurück, um sich um ihren alten Vater zu kümmern und Pia, inzwischen Fotografin, hat am Ort eine Ausstellung ihrer Bilder. So treffen die drei ehemaligen Freunde wieder aufeinander. Wird es ihnen gelingen, die tragischen Geschehnisse von damals zur Sprache zu bringen, sich zu versöhnen und ihre Freundschaft wieder aufleben zu lassen?

Greta Herrlicher, geb. 1964 in Coesfeld im Münsterland in NRW, hat mit ihrem Roman-Debüt „Der Sommer, der uns blieb“ (2026) auf Anhieb den ersten Platz der „Spiegel“-Bestsellerliste erreicht. Ein überraschender Erfolg, auch für den jungen Vani-Verlag. Neben dem Schreiben verbringt die Autorin gerne Zeit mit ihrer Familie und sammelt auf Reisen neue Inspirationen.

Der Schreibstil der Autorin ist als flüssig und schnörkellos zu bezeichnen und liest sich sehr angenehm. Szenen, Beziehungen und Örtlichkeiten sind gut in die Geschichte eingebunden. Wir erfahren das Geschehen abwechselnd aus Sicht der drei Protagonisten Britta, Pia und Martin mit dazwischen gekonnt eingefügten Rückblenden in die Vergangenheit. Leider fehlt es den Personen etwas an Tiefe im Seelenleben, sodass ein Mitfühlen, Mitfreuen und Mitleiden manchmal schwerfällt.

Fazit: Ein solider, unterhaltsamer Sommerroman, den ich durchaus empfehlen kann!