Wenn die Vergangenheit nicht vergeht

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karin_50 Avatar

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„Der Sommer, der uns blieb“ erzählt die Geschichte von drei Menschen, die einst eng miteinander verbunden waren und durch ein Ereignis in ihrer Jugend auseinandergerissen wurden. Viele Jahre später begegnen sich Britta, Pia und Martin erneut und müssen sich der Vergangenheit stellen, die noch immer zwischen ihnen steht.
Der Roman überzeugt vor allem durch seinen ruhigen und einfühlsamen Schreibstil. Die Autorin nimmt sich Zeit für die leisen Momente und legt den Fokus auf Gefühle, Erinnerungen und unausgesprochene Gedanken. Dadurch entsteht eine dichte, leicht melancholische Stimmung, die gut zur Geschichte passt und beim Lesen nachwirkt.
Die Handlung wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart und wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. So setzt sich nach und nach ein Gesamtbild zusammen und man versteht immer besser, was damals geschehen ist. Gerade dieses langsame Aufdecken sorgt dafür, dass die Geschichte interessant bleibt, auch wenn sie insgesamt eher ruhig verläuft.
Inhaltlich stehen Themen wie Freundschaft, Schuld und Vergebung im Mittelpunkt. Auch ernstere Aspekte wie Krankheit und persönliche Verluste werden aufgegriffen, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht.
Positiv fällt außerdem die Gestaltung des Buches auf, die sehr hochwertig wirkt und die besondere Atmosphäre der Geschichte unterstreicht.
Insgesamt ist „Der Sommer, der uns blieb“ ein ruhiger und emotionaler Roman, der vor allem durch seine Stimmung und seine Themen überzeugt. Wer gern gefühlvolle Geschichten über Freundschaft und Vergangenheit liest, wird hier gut unterhalten.