Zwischen Sonnenstrahlen, Herzklopfen und leisen Abschieden

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doroko Avatar

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Was für ein unglaublich schönes Cover – auch wenn ich es nur als eBook gelesen habe. Es wirkt sommerlich, melancholisch und gleichzeitig unglaublich hochwertig. Für mich strahlt es jene Mischung aus Wärme und Erinnerungen aus, die sich auch durch die gesamte Geschichte zieht.
Diese Buch, das man allein wegen der Optik ständig anschauen möchte, überrascht nicht nur inhaltlich, sondern trifft mitten ins Herz.
Die Geschichte erzählt von einem Sommer voller Gefühle, Entscheidungen und Begegnungen, die das Leben verändern können. Im Mittelpunkt stehen Britta, Pia und Martin, die in ihrer Jugend unzertrennlich waren, bis ein einschneidendes Ereignis alles verändert hat. Zwanzig Jahre später treffen sie erneut aufeinander und plötzlich brechen alte Erinnerungen, unausgesprochene Vorwürfe und verdrängte Gefühle wieder hervor. Es geht um Liebe, Verlust und Hoffnung sowie darum, wie manche Menschen uns prägen, selbst wenn sie vielleicht nur für einen kurzen Moment Teil unseres Lebens sind. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, gemeinsam mit den Protagonisten durch warme Sommerabende zu laufen, das Knistern zwischen ihnen zu spüren, jede Emotion hautnah mitzuerleben und mich dabei an meine eigene Jugend zu erinnern.
Diese drei Charaktere haben mich von der ersten Seite an komplett begeistert. Martin, der so treu bei seiner Mutter geblieben ist, Britta, die sich rührend und liebevoll um ihren demenzkranken Vater kümmert (diese Szenen haben mich ganz besonders bewegt), und Pia, der unkonventionelle, ungezähmte Freigeist.
Greta Herrlichers Schreibstil hat mich komplett gefangen genommen. Sie schreibt ruhig, bildhaft und voller Emotionen, ohne dabei kitschig zu werden. Viele Szenen fühlten sich unglaublich echt an, fast so, als würde man selbst an einem warmen Sommertag am See sitzen, weil alles so lebendig beschrieben wurde. Ein ständiger, meisterhafter Wechsel zwischen der unbeschwerten Jugend und der hochemotionalen Gegenwart sorgte zusätzlich dafür, dass ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Zum Ende hin wird es ziemlich emotional, worauf ich jetzt aber nicht weiter eingehen möchte, ohne zu spoilern. Es kommt nicht oft vor, dass mich ein Buch so mitreißen kann wie „Der Sommer, der uns blieb“ und daher bekommt es nicht nur eine absolute Leseempfehlung, sondern auch hochverdiente ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐