Dieser Auftakt hat mich mit seiner leichtfüßigen Absurdität sofort für sich gewonnen. Das Kaffee-Date von Henry und Molly, das Blind-Spiel im Central Park, die Skizzen auf der Serviette: Das ist warmherzig und komisch erzählt, ohne ins Kitschige zu kippen. Henrys vorsichtige, konfliktscheue Art, immer den unbequemeren Stuhl zu nehmen, ist mit viel Zuneigung gezeichnet.
Der Moment, in dem der Magnolienwaldsänger loslegt, ist ein gelungener Kontrast. Aus dem schönen Vogel wird ein unflätiger Revierverteidiger, und aus dem Rest des Kapitels ein Reigen aus fluchenden Kampffischen, näselnden Terriern und philosophierenden Labradoren. Besonders gefallen haben mir die Fische mit ihren barocken Verwünschungen, die wie aus einem Beckett-Stück klingen. Dass alle Tiere vor allem wütend und gekränkt sind, gibt der Idee einen eigenen Dreh und macht neugierig, was dahintersteckt.
Murrays Therapiesitzung ist für mich das Highlight der Leseprobe. Der Therapeut, der Henrys Bericht über sprechende Tiere zur “Metapher der Woche” erklärt und ihn dabei jedes Mal in dieselbe Schublade steckt, ist herrlich trocken gezeichnet. Auch Jackies “Optimaler Attraktivitätspunkt” und Yaryks Geplapper sorgen für leichte Komik. Unter all dem Humor spürt man Henrys Einsamkeit und die Narbe der Trennung vor drei Jahren, was dem Ganzen Tiefe gibt.
Etwas zurückhaltend bin ich bei der Dichte der Einfälle. Manche Gags und Nebenfiguren reihen sich dicht aneinander, und Henrys Selbstzweifel drehen sich gelegentlich im Kreis. Der Ton bleibt aber durchgehend sympathisch. Ich bin gespannt, ob Henry mit seiner neuen Gabe etwas anfangen kann, ob aus Molly mehr wird und was es mit den wütenden Tieren auf sich hat.
Der Moment, in dem der Magnolienwaldsänger loslegt, ist ein gelungener Kontrast. Aus dem schönen Vogel wird ein unflätiger Revierverteidiger, und aus dem Rest des Kapitels ein Reigen aus fluchenden Kampffischen, näselnden Terriern und philosophierenden Labradoren. Besonders gefallen haben mir die Fische mit ihren barocken Verwünschungen, die wie aus einem Beckett-Stück klingen. Dass alle Tiere vor allem wütend und gekränkt sind, gibt der Idee einen eigenen Dreh und macht neugierig, was dahintersteckt.
Murrays Therapiesitzung ist für mich das Highlight der Leseprobe. Der Therapeut, der Henrys Bericht über sprechende Tiere zur “Metapher der Woche” erklärt und ihn dabei jedes Mal in dieselbe Schublade steckt, ist herrlich trocken gezeichnet. Auch Jackies “Optimaler Attraktivitätspunkt” und Yaryks Geplapper sorgen für leichte Komik. Unter all dem Humor spürt man Henrys Einsamkeit und die Narbe der Trennung vor drei Jahren, was dem Ganzen Tiefe gibt.
Etwas zurückhaltend bin ich bei der Dichte der Einfälle. Manche Gags und Nebenfiguren reihen sich dicht aneinander, und Henrys Selbstzweifel drehen sich gelegentlich im Kreis. Der Ton bleibt aber durchgehend sympathisch. Ich bin gespannt, ob Henry mit seiner neuen Gabe etwas anfangen kann, ob aus Molly mehr wird und was es mit den wütenden Tieren auf sich hat.