So viel Philosophie in nur 62 Seiten

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troegsi Avatar

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„Das Herz ist kein Idiot. Es weiß Dinge, die der Kopf nur glaubt.“

Mit diesem Satz endet die Leseprobe von Der Suchende von Clara Maria Bagus. Und ich hätte so gerne sofort weitergelesen.

Die Sprache gefällt mir unglaublich gut. Schon auf den ersten Seiten sind mir so viele Sätze begegnet, bei denen ich innehalten und noch einmal lesen musste. Weil sie einfach wunderschön formuliert sind, aber auch, weil so viele Gedanken darin stecken.

Besonders schön finde ich die wiederkehrenden Bilder. Erst sind es die dünnen Fäden des Teedampfs, dann ein Lichtfaden und später die vielen Fäden bei den spinnenden Frauen. Ich mag es sehr, wenn sich solche Motive durch eine Geschichte ziehen.

Auch die Gedanken über das Leben, über das Zögern und die Zeit haben mich beschäftigt. Wie schnell man sich im Warten einrichten kann, statt wirklich zu leben. Oder wie leicht man sich durch das Smartphone ablenken lässt und dabei den Blick auf das eigene Leben verliert.

Ich habe das Gefühl, dass in diesen ersten 62 Seiten unglaublich viel steckt. Ich begleite Yuval auf seinem Weg, begegne mit ihm interessanten Menschen und beginne dabei, auch mein eigenes Leben neu zu betrachten.

Ich habe jeden seiner Schritte und die Worte regelrecht aufgesogen. Und dabei ist ein richtiges Glücksgefühl in mir aufgestiegen.

Was für eine schöne Leseprobe! Ich freue mich sehr darauf, weiterzulesen.