Zu überfrachtet und zäh
Ich war mit hohen Erwartungen an die Leseprobe zu "Der Suchende" herangegangen. Die Autorin kannte ich nicht, aber Klappentext, Titel und Buchcover hatten mich angesprochen, und so machte ich mich ans Lesen. Anfänglich dachte ich noch "Wow, was für ein toller Schreibstil, so poetisch". Leider war ich dann doch recht schnell nur noch entnervt. Denn die Geschichte von Protagonist Yuval, ein vierzigjähriger alleinstehender Mann, der mit sich und der Welt hadert, mit seinem Dasein, seinen Entscheidungen, die er glaubt, immer falsch getroffen zu haben, zog sich irgendwann nur so dahin. Auch wenn Clara Maria Begus mit der Schreibfeder umzugehen weiß, war mir insgesamt der Lesestoff zu zäh und überladen, überfrachtet von Pessimismus. Mein Interesse, diesen Roman wurde leider jäh im Keim ziemlich früh erstickt, eine Verbindung zum Buch konnte ich nicht aufbauen. Sehr schade.