Alles andere als banal

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
ada2011 Avatar

Von

Für das Lesen dieses ruhigen und dennoch spannenden Buches habe ich mir fast eine ganze Woche Zeit gelassen. Das war kein Problem, denn der Autor hat seinen Roman in viele kleinere Episoden geteilt, was es gut möglich machte, mit Unterbrechungen zu lesen.
Ich fand die Aufarbeitung des vermeintlichen Selbstmords von Thomas Siebenmorgen ungeheuer spannend. 3 Menschen aus dem Umkreis vom Anwalt Siebenmorgen erarbeiten eine Aufarbeitung und suchen nach der Ursache. Da ist die Anwältin, die den Sturz beobachten musste, dann ein Anwalt aus der Kanzlei, der den Auftrag erhält für die Eltern von Thomas und die Öffentlichkeit eine Stellungnahme zu erarbeiten und dann ist da Viktor. Er kümmert sich um die trauernden Eltern.
Die Aufarbeitung zieht Kreise und mich hat hier sehr beeindruckt, wie der Autor es schafft, zwischen den einzelnen Handelnden Brücken zu schlagen und auch Unterschiede in der Beurteilung des Falles sichtbar zu machen.
Vielleicht braucht es für diesen Roman auch Interesse für psychologische und philosophische Betrachtungen. Mich hat dieses Buch sehr angesprochen und nachdenklich zurückgelassen.
Auf jeden Fall werde ich den Autor im Blick behalten und freue mich schon auf ein nächstes Werk.