"Chronik eines Falls" - Lesehighlight
Der Rechtsanwalt Thomas Siebenmorgen stürzt an einem Winterabend vor den Augen seiner Kollegin Maria in den Tod und zerstört dabei ein wertvolles Kunstwerk.
Die renommierte Kanzlei fürchtet um ihren guten Ruf und beginnt umgehend mit einer internen Ermittlung. Der junge Staranwalt Simon macht seine Sache ausgezeichnet, so dass fast alle recht schnell zur Tagesordnung übergehen.
Allerdings nur fast alle, Maria, Simon und Viktor, Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams und auch die Reinigungskraft Inaaya wollen Thomas' Verzweiflung verstehen und suchen in seiner Vergangenheit.
Max A. Edelmann legt mit „Der unsichtbare Elefant“ einen fulminanten Debütroman vor, in dem unzählige Anspielungen auf Literatur, insbesondere Märchen, Musik und Kunst enthalten sind. Bereits im Prolog hat er ein kleines Rätsel versteckt, was sich erst auf den zweiten Blick offenbart.
Seine Charaktere sind lebendig und authentisch beschrieben, so dass die Personen sofort vor Augen stehen. Seien es Thomas' Eltern, die ihre Kriegserlebnisse verschweigen und hohe Erwartungen an ihren einzigen Sohn haben, sei es die empathische Inaaya, die mehr wahrnimmt als die hochqualifizierten Anwälte in der Kanzlei. In Jens Peters findet sich der Prototyp eines mit allen Wassern gewaschenen aalglatten Anwalts perfekt beschrieben.
Bei der Suche nach den Ursachen für die Tat werden Maria, Simon und Viktor auch mit ihren eigenen Vergangenheiten konfrontiert, die bis in die Gegenwart Wirkung zeigen. Max A. Edelmann hat seine Protagonisten, ihre Namen und ihre Biografien sehr sorgfältig ausgesucht.
Auch die beschriebenen Räumlichkeiten sind vorstellbar, das hochmoderne durchgestylte Appartement von Jens Peter, Thomas' karge Wohnung, die keine Wärme ausstrahlt und das in die Jahre gekommene Reihenhaus von Thomas' Eltern zeigen ihre Bewohner sehr deutlich.
Max A. Edelmann zeigt sehr gut, dass die Traumata der Großeltern und Eltern auch auf die Kinder bzw. Enkel übergehen und deren Leben mitunter schwer machen. Glücklicherweise gibt es mit Viktor eine Person, die trotz mancher Probleme und Hindernisse ein liebevolles Zuhause hat und einen Gegenpart darstellt.
Das schlichte Cover, dass den fallenden Thomas darstellt, passt hervorragend.
Fazit: ein absolutes Lesehighlight, ein Buch, das nachhallt
Die renommierte Kanzlei fürchtet um ihren guten Ruf und beginnt umgehend mit einer internen Ermittlung. Der junge Staranwalt Simon macht seine Sache ausgezeichnet, so dass fast alle recht schnell zur Tagesordnung übergehen.
Allerdings nur fast alle, Maria, Simon und Viktor, Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams und auch die Reinigungskraft Inaaya wollen Thomas' Verzweiflung verstehen und suchen in seiner Vergangenheit.
Max A. Edelmann legt mit „Der unsichtbare Elefant“ einen fulminanten Debütroman vor, in dem unzählige Anspielungen auf Literatur, insbesondere Märchen, Musik und Kunst enthalten sind. Bereits im Prolog hat er ein kleines Rätsel versteckt, was sich erst auf den zweiten Blick offenbart.
Seine Charaktere sind lebendig und authentisch beschrieben, so dass die Personen sofort vor Augen stehen. Seien es Thomas' Eltern, die ihre Kriegserlebnisse verschweigen und hohe Erwartungen an ihren einzigen Sohn haben, sei es die empathische Inaaya, die mehr wahrnimmt als die hochqualifizierten Anwälte in der Kanzlei. In Jens Peters findet sich der Prototyp eines mit allen Wassern gewaschenen aalglatten Anwalts perfekt beschrieben.
Bei der Suche nach den Ursachen für die Tat werden Maria, Simon und Viktor auch mit ihren eigenen Vergangenheiten konfrontiert, die bis in die Gegenwart Wirkung zeigen. Max A. Edelmann hat seine Protagonisten, ihre Namen und ihre Biografien sehr sorgfältig ausgesucht.
Auch die beschriebenen Räumlichkeiten sind vorstellbar, das hochmoderne durchgestylte Appartement von Jens Peter, Thomas' karge Wohnung, die keine Wärme ausstrahlt und das in die Jahre gekommene Reihenhaus von Thomas' Eltern zeigen ihre Bewohner sehr deutlich.
Max A. Edelmann zeigt sehr gut, dass die Traumata der Großeltern und Eltern auch auf die Kinder bzw. Enkel übergehen und deren Leben mitunter schwer machen. Glücklicherweise gibt es mit Viktor eine Person, die trotz mancher Probleme und Hindernisse ein liebevolles Zuhause hat und einen Gegenpart darstellt.
Das schlichte Cover, dass den fallenden Thomas darstellt, passt hervorragend.
Fazit: ein absolutes Lesehighlight, ein Buch, das nachhallt