Der unsichtbare Elefant – ein Schatten der Geschichte
Das Cover, der Titel und der Klappentext haben mich neugierig gemacht – allein schon aus dem Grund, weil ich wissen wollte, wie diese Konstellation zusammen hängt. Aber nach den ersten Seiten war klar, dass ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand lege. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn „Der unsichtbare Elefant“ hat mich auf eine Weise überrascht, mit der ich nicht gerechnet habe. Was als tragischer Suizid eines Düsseldorfer Anwalts beginnt, entpuppt sich schnell als eine tiefschürfende Spurensuche, die weit über die Grenzen einer modernen Kanzlei hinausgeht. Und es stellt sich die Frage: Wann endet die Vergangenheit eigentlich wirklich?
Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Interessant fand ich die multiperspektivische Erzählweise. Mit María, Viktor und Simon werden drei sehr unterschiedliche Figuren begleitet, die sich Thomas Siebenmorgen auf jeweils eigene Weise nähern. Keine dieser Perspektiven wirkt beliebig – jede bringt neue Facetten ans Licht und erweitert das Bild eines Mannes, der offenbar mehr mit sich trug, als sein erfolgreiches Leben vermuten ließ.
Die Darstellung der renommierten Anwaltskanzlei fand ich überzeugend. Hinter der glänzenden Fassade zeigen sich Machtstrukturen, Schweigen und moralische Grauzonen. Gleichzeitig bleibt der Roman nicht im rein Gegenwärtigen stehen. Die Einbindung der europäischen Geschichte verleiht dem Ganzen Tiefe und macht deutlich, wie stark vergangene Ereignisse bis in persönliche Lebensläufe hineinwirken können. Dazu trägt auch der Schreibstil bei, der präzise klar, stellenweise nüchtern, aber nicht kalt ist. Gerade diese Sachlichkeit verstärkt die Wirkung der Handlung.
„Der unsichtbare Elefant“ ist für mich eine Mahnung, dass wir unsere Geschichte niemals ganz abschütteln können. Mich hat die Erkenntnis, wie sehr das „Gestern“ unser „Heute“ vergiftet, noch lange nach dem Zuklappen des Buches beschäftigt.
Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Interessant fand ich die multiperspektivische Erzählweise. Mit María, Viktor und Simon werden drei sehr unterschiedliche Figuren begleitet, die sich Thomas Siebenmorgen auf jeweils eigene Weise nähern. Keine dieser Perspektiven wirkt beliebig – jede bringt neue Facetten ans Licht und erweitert das Bild eines Mannes, der offenbar mehr mit sich trug, als sein erfolgreiches Leben vermuten ließ.
Die Darstellung der renommierten Anwaltskanzlei fand ich überzeugend. Hinter der glänzenden Fassade zeigen sich Machtstrukturen, Schweigen und moralische Grauzonen. Gleichzeitig bleibt der Roman nicht im rein Gegenwärtigen stehen. Die Einbindung der europäischen Geschichte verleiht dem Ganzen Tiefe und macht deutlich, wie stark vergangene Ereignisse bis in persönliche Lebensläufe hineinwirken können. Dazu trägt auch der Schreibstil bei, der präzise klar, stellenweise nüchtern, aber nicht kalt ist. Gerade diese Sachlichkeit verstärkt die Wirkung der Handlung.
„Der unsichtbare Elefant“ ist für mich eine Mahnung, dass wir unsere Geschichte niemals ganz abschütteln können. Mich hat die Erkenntnis, wie sehr das „Gestern“ unser „Heute“ vergiftet, noch lange nach dem Zuklappen des Buches beschäftigt.