Eine einzige Qual

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simhei Avatar

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Leider bin ich auf den Geschichten-Opener (ein Rechtsanwalt stürzt sich im Gebäude der Kanzlei in die Tiefe und zerstört dabei ein Kunstwerk) reingefallen. Denn danach folgt genau NICHTS. Mir ist nicht klar, wie man auf so vielen Seiten so viel Banales zusammentragen kann, ohne die Geschichte von Thomas Siebenmorgen wirklich weiterzubringen. Da wird von Nazivergangenheit in der Familie geschwaffelt, kapitelweise ein Klassentreffen dargestellt oder auch seitenweise erzählt, wie der interne Ermittler bei den Eltern des Verstorbenen Kaffee trinkt und Kuchen isst. Alles ohne diese steile Vorlage zu nutzen und daraus eine wirklich gute Story zu machen. Die Protagonisten sind klischeehaft überzogen (Peters) und das gesamte Buch wirkt extrem bemüht, abgedriftet, inhaltslos und langweilig. Ich habe es nur zu Ende gelesen, weil ich auf den Plot Twist am Ende gewartet habe (eine Liebesbeziehung zu Peters, dem harten Hund? Hat jemand Thomas Siebenmorgen vorher hypnotisiert? Denn er wollte ja zuletzt nicht mehr springen). Aber da kam genau: NICHTS.