Elefantissimo

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bimel71 Avatar

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Max Edelmanns Roman: Der unsichtbare Elefant hat mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen. Was sich zunächst wie ein Krimi anfühlte, entwickelte sich zu einer tragischen Geschichte, die man so nicht vermutet. Es ist eine Zeitreise in die Abgründe der menschlichen Gesellschaft, das Verdrängen von Schuld, das Verleumden von Mitschuld. Auch wenn man bis zum Ende tatsächlich nicht weiß, warum Thomas gesprungen ist, zeichnet der Autor ein Bild einer Generation von Nachkriegseltern, die ihren Kindern einen Nachlass aus Scham, Wut und Verrohung hinterlassen haben. Das Bild des Elefanten in Form einer unterdrückten Kindheit, eines nicht aufgearbeiteten Traumas, einer verrohenden Gesellschaft ist leider allgegenwärtig.
Das Buch beleuchtet mehrere Lebensgeschichten, ist nie langweilig und könnte auch gut ein Werk für die Schule sein. Das Cover ist schlicht, mehr brauch es nicht. Ich gebe eine klare Leseempfehlung ab! Danke für diesen tollen Roman.