Wahnsinnig spannend und einfach absolut lesenswert! Das wirkt!
Was für ein Buch!!! Krass, krass und krass, kann ich da nur sagen!
Nach dem durchaus schockierenden Start dieses Buches – nämlich, dass sich ein Anwalt vor den Augen seiner Kollegin in den Tod stürzt und das mitten im Düsseldorfer Büroalltag, an einem Winterabend – geht die Geschichte recht unverhofft weiter. Es ist nämlich kein Krimi sondern eine sehr spezielle Suche nach Antworten.
Und auf diese Suche begeben sich 3 sehr unterschiedliche Menschen: Da haben wir zum einen Maria, die Kollegin, die den Moment miterlebt hat und nicht wirklich realisieren kann, was sie gesehen hat. Weiter geht es mit dem Kollegen vom Kriseninterventionsteam, der zu María und den Eltern des Toten Kontakt aufnimmt. Und dann zum anderen Simon, ein junger Staranwalt aus München, der von der Kanzlei mit einer internen Ermittlung beauftragt wird. Keiner von ihnen kannte den nun toten Anwalt wirklich. Und genau aus dieser Unbekannten heraus, entwickelt sich die Geschichte und bringt die vermeintlichen Abgründe hinter der glänzenden Fassade einer internationalen Starkanzlei zum Vorschein.
Der Titel passt so wunderbar. Der unsichtbare Elefant ist das, was im Raum steht, das keiner sehen will und das doch alles bestimmt. Der Titel beschreibt den Roman besser, als es jede Inhaltsangabe könnte. Edelmann schreibt über das, was in Hochleistungsumgebungen systematisch verdrängt wird: psychische Belastung, Burnout, Mobbing, Konkurrenzkampf. Das gute hierbei ist aber, dass er nicht bei der Systemkritik stehen bleibt Er schaut nicht nur drauf, was das System mit den Teilnehmenden macht, sondern auch was Menschen schlussendlich mit sich selbst machen – und das eben oft geprägt durch Erziehung, Erfahrungen aus der Jugend und so weiter.
Ich würde das Buch fast schon als still beschreiben, dass aber durchaus mit einer gewissen Wucht daherkommt. Wer aber einen plotgetriebenen Thriller oder eine dramatische Enthüllungsgeschichte über die Anwaltswelt erwartet, wird sich ggf ein klein wenig traurig umschauen, denn das Buch ist langsamer, dichter und durchaus psychologischer als der Klappentext vermuten lässt
.
Daher würde ich es Leuten empfehlen, die zum Beispiel selbst in Umgebungen arbeiten oder gearbeitet haben, in denen Leistung das einzig gültige Maß ist oder Leuten, die einfach solche Geschichten lieben, wo noch mehr hinter der Fassade aufploppt, als man eigentlich am Anfang vermutet hätte. Wer bereit ist, sich auf einen psychologisch sorgfältigen, ruhigen Text einzulassen, findet hier etwas, das echt wirkt – und zwar vom Anfang bis zur letzten Seite!
Ich hab es wirklich geliebt und würde es immer wieder lesen. Hervorragend!
Nach dem durchaus schockierenden Start dieses Buches – nämlich, dass sich ein Anwalt vor den Augen seiner Kollegin in den Tod stürzt und das mitten im Düsseldorfer Büroalltag, an einem Winterabend – geht die Geschichte recht unverhofft weiter. Es ist nämlich kein Krimi sondern eine sehr spezielle Suche nach Antworten.
Und auf diese Suche begeben sich 3 sehr unterschiedliche Menschen: Da haben wir zum einen Maria, die Kollegin, die den Moment miterlebt hat und nicht wirklich realisieren kann, was sie gesehen hat. Weiter geht es mit dem Kollegen vom Kriseninterventionsteam, der zu María und den Eltern des Toten Kontakt aufnimmt. Und dann zum anderen Simon, ein junger Staranwalt aus München, der von der Kanzlei mit einer internen Ermittlung beauftragt wird. Keiner von ihnen kannte den nun toten Anwalt wirklich. Und genau aus dieser Unbekannten heraus, entwickelt sich die Geschichte und bringt die vermeintlichen Abgründe hinter der glänzenden Fassade einer internationalen Starkanzlei zum Vorschein.
Der Titel passt so wunderbar. Der unsichtbare Elefant ist das, was im Raum steht, das keiner sehen will und das doch alles bestimmt. Der Titel beschreibt den Roman besser, als es jede Inhaltsangabe könnte. Edelmann schreibt über das, was in Hochleistungsumgebungen systematisch verdrängt wird: psychische Belastung, Burnout, Mobbing, Konkurrenzkampf. Das gute hierbei ist aber, dass er nicht bei der Systemkritik stehen bleibt Er schaut nicht nur drauf, was das System mit den Teilnehmenden macht, sondern auch was Menschen schlussendlich mit sich selbst machen – und das eben oft geprägt durch Erziehung, Erfahrungen aus der Jugend und so weiter.
Ich würde das Buch fast schon als still beschreiben, dass aber durchaus mit einer gewissen Wucht daherkommt. Wer aber einen plotgetriebenen Thriller oder eine dramatische Enthüllungsgeschichte über die Anwaltswelt erwartet, wird sich ggf ein klein wenig traurig umschauen, denn das Buch ist langsamer, dichter und durchaus psychologischer als der Klappentext vermuten lässt
.
Daher würde ich es Leuten empfehlen, die zum Beispiel selbst in Umgebungen arbeiten oder gearbeitet haben, in denen Leistung das einzig gültige Maß ist oder Leuten, die einfach solche Geschichten lieben, wo noch mehr hinter der Fassade aufploppt, als man eigentlich am Anfang vermutet hätte. Wer bereit ist, sich auf einen psychologisch sorgfältigen, ruhigen Text einzulassen, findet hier etwas, das echt wirkt – und zwar vom Anfang bis zur letzten Seite!
Ich hab es wirklich geliebt und würde es immer wieder lesen. Hervorragend!