Hätte gerne mehr gelesen...
Leider war die Leseprobe zu "Deutsches Kind" doch sehr kurz, ich hätte gerne noch mehr gelesen. Denn der Klappentext hatte meine Neugierde geweckt, kenne ich selber einen konkreten Fall in meiner Familie, wo ein französischer Soldat auf einem Bauernhof untergebracht wurde und sich in eine der dortigen Töchter verliebt hat. Solche Geschichten sind keine Seltenheit gewesen in den 1940-er Jahren. Die Buchautorin Melanie Levensohn beschreibt für mein Empfinden ganz gut die Begebenheit, wie sie sich damals abgespielt haben könnte ...die junge Liese verliebt sich in einen französischen Besatzungssoldaten, der im Elternhaus untergebracht wurde. Mehr gibt die Leseprobe dann nicht her, aber es ist ja absehbar, worauf das hinausläuft. Es ist ganz gut geschrieben, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob mich das Buch dauerhaft fesseln könnte. Das dezent gewählte Buchcover mit dem Jungen auf dem Roller in Kombination mit den Farben Rosa und Hellblau finde ich perfekt gewählt. Gerade in der Schlichtheit liegt eine so enorme Aussagekraft, von der ich hoffe, dass sich das auch im Buch in Form von Tiefgang niederschlägt. Noch habe ich das so insgesamt nicht verspürt.