💙 Wenn eine verlorene Vergangenheit bis in die Gegenwart reicht

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ninaalbert Avatar

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Schon die Ausgangssituation von „Deutsches Kind“ hat mich berührt: Eine Mutter, der ihr kleiner Sohn genommen wird, weil seine Herkunft ihn zum Spielball der Nachkriegszeit macht. Besonders bedrückend finde ich den Gedanken, dass Johannes seine Mutter nicht einfach verliert, sondern unter einem neuen Namen in einem anderen Land aufwachsen muss – und dieses frühe Trauma ihn ein Leben lang begleitet. Die Verbindung zwischen Liese, Johannes beziehungsweise André und seiner Enkelin Maya macht mich neugierig, denn dadurch spannt sich die Geschichte über mehrere Generationen. Auch das wenig bekannte Kapitel der französischen Kindertransfers nach dem Zweiten Weltkrieg interessiert mich sehr. Ich mag Romane, die historische Ereignisse nicht nur als Hintergrund verwenden, sondern zeigen, welche Spuren sie in einzelnen Familien hinterlassen. Gleichzeitig bin ich gespannt, wie Maya bei ihrer Suche nach der Vergangenheit auch ihrem eigenen Leben näherkommt. Ein emotionaler Familienroman, den ich gerne entdecken würde.