Zu wenig für das Thema
Ich kann kaum sagen, dass "Deutsches Haus" ein schlechter Roman ist; auch die Thematik um die Kinder namens Johannes (Jean, Schängel) kennt man von den Gegenden am Rhein. Doch die Geschichte will einfach nicht greifen: Der Prolog klingt nach dem Circle-of-life vom König der Löwen, das erste Kapitel entwickelt die Handlung derart rasant, dass sich kein Gefühl von Glaubwürdigkeit einstellen möchte. Diese Banalität der Handlung scheint mir auch kein schriftstellerischer Kniff zu sein, sondern schlicht der Mangel, die Handlung eleganter zu entwickeln. Bei dieser Thematik hatte ich mir schlichtweg "mehr" versprochen und bin darum enttäuscht...